15 Schweinegrippe-Fälle in Hessen

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Nach zwei Todesfällen wegen Schweinegrippe in Niedersachsen hat der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) zur Schutzimpfung aufgerufen.

Wiesbaden - Nach zwei Todesfällen wegen Schweinegrippe in Niedersachsen hat der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) zur Schutzimpfung aufgerufen.

Der saisonale Grippeimpfstoff wirke gegen Schweinegrippe und andere Erregertypen, teilte Grüttner am Dienstag in Wiesbaden mit.

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Grippe ernst nehmen

In Hessen wurden demnach seit Oktober 2010 insgesamt 15 Fälle von Infektionen mit dem Schweinegrippe-Erreger H1N1 gemeldet, alleine im Dezember waren es 11. Professor Hans-Dieter Klenk vom Institut für Virologie am Universitätsklinikum Marburg warnte im Radiosender hr-INFO vor Panik. Das H1N1-Virus sei bisher nicht gefährlicher einzustufen als die anderen Erreger, die in Deutschland kursierten. Dass es dennoch zu zwei Todesfällen gekommen sei, könne auch an einem Defekt im Immunsystem der Betroffenen liegen.

Schwangere sollten sich impfen lassen

Grüttner erklärte, die Grippe sei eine schwerwiegende Erkrankung, die besonders Menschen ab 60 Jahren und Patienten mit schon vorhandenen Krankheiten sowie Schwangere gefährde. Für sie bestehe eine erhöhte Gefahr schwerer Komplikationen wie Lungenentzündungen. Der Minister, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder ist, rief insbesondere medizinisches Personal und Menschen mit viel Kontakt zu anderen zur Impfung auf, da sie die Viren rasch weitergeben könnten.

Auch Schwangere sollten sich impfen lassen, damit seien auch ihre Babys nach der Geburt geschützt. Vollständiger Impfschutz besteht erst etwa zwei Wochen nach der Spritze.

dpa

Quelle: op-online.de

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