Sturm richtet Schäden im Rhein-Main-Gebiet an

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Land unter: Am S-Bahnhof Ost in Offenbach stand die Fahrbahn unter Wasser.

Rhein-Main (mr) - Schwere Unwetter zogen gestern Abend über das Rhein-Main-Gebiet. Die Polizei war im Dauereinsatz. Bisher sind keine Personenschäden bekannt.

Insgesamt schätzt Ingbert Zacharias, Pressesprecher der Polizei Offenbach, die Schäden in Stadt und Kreis Offenbach auf 120.000 Euro. Allein zwei schwer beschädigte Autos in der

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Offenbacher Marienstraße sollen 40.000 Euro Schaden davongetragen haben. "Müssen zwei echt edle Karossen gewesen sein", meint Zacharias. In Langen wurden fünf Fahrzeuge durch herumfliegende Gegenstände und Äste beschädigt, mehrere Keller mussten ausgepumpt werden. Der Schaden beträgt rund 50.000 Euro. In Mühlheim stürzte ein Schornstein vom Dach eines Hauses. Kosten der Instandsetzung: 8.000 Euro. In Altenmittlau im Main-Kinzig-Kreis hat eine Windhose fünf Hausdächer abgedeckt, dabei entstand ein Schaden von 50.000 Euro.

Die Geschwindigkeit, mit der das schwere Unwetter gestern Abend von der Rhein-Main-Ebene her über Stadt und Kreis Offenbach rollte, war sehr hoch. Dies berichteten viele überraschte Bewohner den Funkstreifen und Feuerwehrleuten. Bei der Polizei gingen innerhalb kürzester Zeit Dutzende Alarmmeldungen von Überwachungsanlagen ein, die durch Wind und Regen ausgelöst worden waren.

Auch Frankfurt war stark von dem Unwetter betroffen. Zwischen 20.20 und 22.30 Uhr wurde die Polizei zu insgesamt rund 120 Einsätzen gerufen. Die Mehrzahl der Einsätze bezog sich auf unmittelbare Sturmschäden wie umgestürzte Bäume, herabfallende Äste, umgewehte Straßenschilder und Baustellenabsicherungen. Insgesamt wurden 22 Pkw beschädigt. Zahlreiche Bäume und Äste blockierten Fahrbahnen und Straßenbahnschienen.

Ein Baum fiel auf ein Haus. Einige Straßen und Gehwege wurden durch Wassermassen unterspühlt. In Folge des Unwetters ereigneten sich insgesamt 13 Verkehrsunfälle ohne Personenschaden. Auch auf den Bundesautobahnen A3, A5 und A 66 gab es Beeinträchtigungen durch umgewehte Bäume und Baustellenabsicherungen. Bisher sind keine Personenschäden bekannt.

Lob von der Polizei

Großes Lob an die Bevölkerung gibt es von der Polizei: Oftmals seien kleine Bäume oder umgefallene Zäune und Schilder von Anwohnern von der Straße geräumt oder wieder in Stellung gebracht worden. Diese Eigeninitiative habe den stark geforderten Hilfs- und Bergungskräften den Rücken für größere Einsätze freigehalten. Da auch in den kommenden Tagen wieder mit Gewittern und böhigen Winden gerechnet werden muss, sollten "flugfähige" Gegenstände frühzeitig von Terassen und Balkons geräumt werden. Fahrten mit Zweirädern sollten vermieden werden, um schweren Verletzungen durch gebrochene Äste und andere herumfliegende Teile zu entgehen.

Quelle: op-online.de

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