Schwerkrimineller entkommt nach wilder Verfolgung

Frankfurt - Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Frankfurt ist ein mutmaßlich bewaffneter Schwerkrimineller der Polizei entkommen.

Der 27 Jahre alte, mit internationalem Haftbefehl gesuchte Gewalttäter war mit einem gestohlenen Auto einer Streife am frühen Sonntagmorgen aufgefallen, wie die Polizei berichtete. Die halsbrecherische Verfolgungsjagd führte durch den Stadtteil Sachsenhausen über mehrere rote Ampeln und endete wieder an ihrem Ausgangspunkt mit einem Unfall.

Der Mann verlor dem Bericht zufolge die Kontrolle über seinen Wagen, dem an einem Bordstein das rechte Vorderrad abriss und der schließlich in ein geparktes Fahrzeug krachte. Dennoch konnte der Verdächtige anschließend zu Fuß entkommen, bevor die zahlreichen Verfolger am Unfallort eintrafen.

Aus einer psychiatrischen Klinik entkommen

Der niederländischen Polizei gilt der Serbe, der Verwandte in Frankfurt hat, als „absolut gewalttätig“ und bewaffnet. Er hat unter anderem schweren Diebstahl, Einbrüche, Erpressung und mehrfache schwere Körperverletzung auf dem Kerbholz. Im Nachbarland war er aus einer psychiatrischen Klinik entkommen.

In dem gestohlenen Auto mit ebenfalls entwendeten Kennzeichen fanden die Polizisten eine Maschinenpistole, die sie zunächst für echt hielten. Eine nähere Untersuchung brachte aber zutage, dass es sich um eine täuschend echt gearbeitete Softair-Waffe handelte.

An der Suche nach dem schlanken, etwa 1,88 Meter großen Glatzkopf und Bartträger beteiligten sich auch ein Sondereinsatzkommando und ein Polizeihubschrauber. Der Flüchtige soll sich bereits seit August in Frankfurt aufhalten, wo er bereits zehn Mal ohne Bezahlung getankt hat und ein türkisches Geschäft beschädigt haben soll, weil ihm dort ein angebotenes Getränk nicht passte.

Die Fahndung wurde den Sonntag über fortgesetzt, brachte aber zunächst keine Ergebnisse, berichtete ein Polizeisprecher.

dpa

Quelle: op-online.de

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