Schwerlast-Transporter auch im Rettungsdienst

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Ein „Sofa“ für extrem übergewichtige Patienten haben vorgestellt (v.l.n.r.): Dr. Edgar Müller (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Darmstadt und Darmstadt-Dieburg), Dieter Wenzel (Stadtrat Darmstadt), Toni Jung (Johanniter-Unfall-Hilfe) und Jürgen Aust (Mercedes Benz Darmstadt).

Offenbach/Darmstadt - (re) Viele Menschen in den Industrienationen werden immer größer und schwerer. Wenn sie krank sind, stehen Sanitäter oft vor einem Rätsel: Wie einen unbeweglichen 220-Kilo-Patienten ins Krankenhaus bekommen?

Die Johanniter in Südhessen haben nun ein neues Sonderfahrzeug für besonders schwere Menschen vorgestellt. Es trägt den passenden Namen „Sofa“ und hat unter anderem eine Schwerlast-Liege, auf der extrem übergewichtige Patienten transportiert werden können. „Sofa“ ist in Darmstadt stationiert und unter anderem in den Städten und Kreisen Darmstadt, Offenbach, Hanau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig unterwegs sein.

Im Zentrum des großen Innenraums steht eine spezielle Schwerlast-Liege, die bis auf 1,10 Meter Breite erweiterbar ist. Auch die sonstige Ausstattung des Fahrzeugs ist auf die XXL-Anforderungen ausgelegt. So sind etwa die Blutdruck-Messgeräte besonders weit und die Vakuum-Matratzen breiter als üblich.

Mit dem neuen Fahrzeug können wir gemeinsam mit den Herstellern viele Ideen und Erfahrungen der letzten Jahre umsetzen“, sagte Projektleiter Toni Jung von den Johannitern in Darmstadt. Die Johanniter haben bereits seit Ende 2005 ein Sonderfahrzeug zum Transport stark übergewichtiger Personen. Mehr als 700 Einsätze wurden bislang damit gefahren.

Zuvor mussten die Sanitäter häufig improvisieren, wenn übergewichtige Patienten ins Krankenhaus gebracht wurden. „Zum Teil mussten Patienten auf Lkw-Ladenflächen transportiert werden. Das ging zu Lasten der Sicherheit und auch der Menschenwürde unserer Patienten“, erinnerte sich Jung. Wichtig sei daher auch, dass das Fahrzeug äußerlich wie ein normaler Rettungswagen aussieht und der Transport wenig Aufsehen erregt. Projektleiter Jung: „Bereits durch unser unauffälliges Auftreten können wir viel Druck von unseren Patienten fernhalten.“

Quelle: op-online.de

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