Steuersünder

Selbstanzeigen auf Rekordhöhe

Wiesbaden - Strengere Auflagen seit 2015 zeigten vorab Wirkung. Noch nie haben sich so viele Steuerhinterzieher den hessischen Finanzämtern gestellt wie im vergangen Jahr.

3495 Steuerhinterzieher meldeten sich bei den Finanzämtern im Land, wie das Finanzministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die schärferen Auflagen, die seit diesem Jahr für die Selbstanzeigen gelten, hätten vorab Wirkung gezeigt, sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) zu der Entwicklung. "2014 wollten viele noch gutmachen, was sie angestellt hatten. Sie haben wohl gemerkt, dass es richtig eng für sie wird." Der private Radiosender Hit Radio FFH hatte vorab über den Rekord berichtet. Der bisherige Höchststand war 2010 mit 3467 Selbstanzeigen gezählt worden. In dem Jahr lagen die daraus resultierenden Mehrsteuern bei rund 357 Millionen Euro. 2014 habe die Summe mit rund 220 Millionen Euro deutlich niedriger gelegen, erklärte Schäfer. Im Vergleich zu 2013 sei jedoch sowohl die Zahl der Selbstanzeigen (2844) als auch die Summe der Steuermehreinnahmen (127,5 Millionen) nach oben geklettert.

Seit 1. Januar wird es für Steuerbetrüger deutlich teurer, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Steuerbetrug ist dann lediglich bis zu einer hinterzogenen Summe von 25.000 Euro straffrei. Die bundesweit meisten Steuerbetrüger hatten sich im vergangenen Jahr nach einer dpa-Umfrage mit mehr als 9000 in Baden-Württemberg gemeldet.

(dpa/san)

Quelle: op-online.de

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