Mann rast mit Auto gegen Baum

Selbstmörder wollte auch noch eigene Mutter töten

Frankfurt - Nach einem erfolglosen Suizidversuch muss sich seit heute ein 42-Jähriger wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Der Angeklagte war im gemeinsam mit seiner ahnungslosen Mutter mit dem Auto absichtlich mit voller Wucht gegen einen Baum gefahren.

Ein 42-Jähriger muss sich nach einem gescheiterten Suizidversuch vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Der Mann war im November 2013 mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum gerast, um sich das Leben zu nehmen. Verantworten muss er sich vor Gericht jedoch nicht wegen des erfolglosen Freitod-Versuchs. Sondern vielmehr, weil in dem Fahrzeug auch noch seine 65-jährige Mutter saß. Sowohl er als die Frau überstanden den Aufprall schwer verletzt. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.

Zeugen hatten der Polizei berichtet, dass es sich bei dem Vorfall in der Nähe des Feldberg-Plateaus im Taunus nicht um einen Unfall gehandelt habe. Der Mann räumte daraufhin den Selbstmordversuch ein. Seine Einlassung wurde am Freitag von der Schwurgerichtskammer unter Ausschluss der Öffentlichkeit entgegen genommen. Offenbar gab es seit längerer Zeit ernsthafte Spannungen zwischen Mutter und Sohn. Weil sich die Mutter völlig ahnungslos in das Auto des Sohnes gesetzt hatte, geht die Anklage vom Mordmerkmal der Heimtücke aus. Gleichwohl befindet sich der Angeklagte aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens auf freiem Fuß. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst fünf Fortsetzungstermine festgelegt.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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