Sicherheitsexperten sollen in der Region Senioren beraten

Offenbach/Hanau (psh) ‐ Aufklärung über Kriminalität, Abbau von Ängsten, Ratschläge und Hilfen zum Schutz vor Kriminalität, Schutz von Haus und Wohnung: Es gibt viele Themen, über die in Zukunft in und um Offenbach ehrenamtliche Sicherheitsberater ältere Mitbürger beraten sollen.

„Senioren helfen und beraten Senioren“- so könnte das Motto einer Aktion heißen, die in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis bereits erfolgreich ist. Die Polizei versucht Ältere, die aus ihrer Lebenserfahrung heraus die Probleme ihrer Altersgruppe kennen und die gleiche Sprache sprechen, als kompetente Kooperationspartner und Multiplikatoren zu gewinnen.

Vor einem Jahr sind drei Frauen und fünf Männer in einem dreitägigen Seminar von Beamten des Polizeipräsidiums Südosthessen zu Sicherheitsberatern ausgebildet worden. Sie führten bereits zahlreiche Informationsveranstaltungen in Kirchengemeinden, in Seniorenwohnheimen und -freizeitstätten durch. Eine zweite Schulungsmaßnahme erfolgte nun in den Räumen der Polizeistation Maintal, die Ausbildung von sieben weiteren Sicherheitsberatern. Es sind engagierte Senioren im Alter von 62 bis 67 Jahren aus Hanau, Bruchköbel, Ronneburg, Rodgau und Offenbach. Auch diese neuen Sicherheitsberater werden künftig - schwerpunktmäßig im Umfeld ihrer jeweiligen Wohnorte - für Senioren als Ansprechpartner bereit stehen.

Ein Baustein, der Polizeiarbeit erleichtert

Für Peter Bender vom Polizeiladen Offenbach steht fest: „Es ist ein Erfolgsprojekt, das bald auch im größeren Stil im Kreis Offenbach Schule machen sollte.“ Für ihn ist es vor allem ein „Baustein, der uns die Polizeiarbeit erleichtert“. Behutsam sollen Interessierte in den Kommunen an einen möglichen Einsatz herangeführt werden: „Sie können uns bei unseren Beratungsterminen begleiten; wir geben ihnen dann auch Tipps für ihre eigenen Vorträge.“ Polizeipräsident Heinrich Bernhardt sieht Handlungsbedarf: „Obgleich unsere Senioren nach allen kriminalistischen und kriminologischen Erkenntnissen nicht zum bevorzugten Opfer krimineller Machenschaften gehören, nehmen wir uns ihrer Ängste an.“ Angesichts der demografischen Entwicklung sei es „mehr als wahrscheinlich, dass auch unsere Lebensälteren stärker in den Fokus des Verbrechens rücken könnten“.

Quelle: op-online.de

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