Vorwürfe für den Staatsanwalt

S&K-Prozess: Rechtfertigung mit Immobiliengeschäft in Offenbach

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Dem Angeklagten Stephan S., einem der beiden Firmengründer der Immobilienfirma S&K, werden im Gerichtssaal des Landgerichts in Frankfurt die Fußfesseln abgenommen. Wegen schwerem und bandenmäßigen Betrugs sowie Untreue sind die beiden Firmengründer sowie vier weitere Männer angeklagt. Den Gesamtschaden beziffern die Ermittler auf mehr als 240 Millionen Euro.

Frankfurt - Im spektakulären Prozess um millionenschwere Betrügereien des Immobilienunternehmens S&K hat der Firmengründer Jonas K. die Anklagevorwürfe massiv bestritten.

Der 34-jährige bezichtigte heute vor dem Frankfurter Landgericht vielmehr die Vertreter der Staatsanwaltschaft, falsche Vorwürfe gegen ihn erhoben und die gut laufenden Geschäfte von S&K gestört zu haben. Jonas K. sitzt wie fünf Mitangeklagte bereits seit Februar 2013 in Untersuchungshaft. Als Beispiel für seine lohnenden Geschäfte nannte K. den Erwerb einer Obdachlosenunterkunft in Offenbach, die 2007 bei einer Zwangsversteigerung für nur 300.000 Euro gekauft und einige Jahre später aufgrund eines gut dotierten langfristigen Mietvertrages an einen Investor für 1,6 Millionen Euro weiterverkauft worden sei. Der Reingewinn von mehr als einer Million Euro „war eines der besten Geschäfte von S&K überhaupt. Ich verstehe wirklich nicht, was an dem Geschäft nicht gestimmt haben soll“, so K. mit Blick auf die Staatsanwälte im Gerichtssaal.

Der 34-Jährige ist bislang der dritte der sechs Angeklagten, der sich zu den Vorwürfen der Anklage äußert. Zusammen mit den fünf Mitangeklagten werden ihm bandenmäßiger Anlagebetrug mit einem Schaden von rund 240 Millionen Euro zu Lasten von rund 1000 Kapitalanlegern vorgeworfen. Das Landgericht Frankfurt verhandelt den spektakulären Fall bereits seit September.

Bilder: Auftakt im S&K-Betrugsprozess

dpa

Quelle: op-online.de

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