Sommer, Sonne, Müll

Städte in Hessen klagen über Abfall in Parks

+

Frankfurt - Gesellige Grillrunden in Parks gehören für viele Hessen zum Sommer. Den angefallenen Müll aufräumen dagegen nicht. Darüber klagen einige Städte im Land.

An sonnigen Wochenenden im Sommer zieht es viele Menschen ins Grüne in den hessischen Städten. Es wird getrunken und gegrillt, was das Zeug hält. Nach dem Freiluftspaß werden Verpackungen, leere Flaschen oder benutzte Einweggrills oft auf den Grünflächen liegen gelassen statt in Mülleimern entsorgt. Für hessische Kommunen ist das ein Ärgernis. Sie klagen über immer mehr Müll in Parks - und gehen unterschiedlich mit dem Problem um, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Die Stadt FRANKFURT versucht mit Hilfe sogenannter Parkwächter, das Müllproblem in den Griff zu bekommen. Im Sommer sind Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen in den Grünanlagen der Stadt unterwegs, um Müllsünder und Wildgriller auf frischer Tat zu ertappen. Denn immer mehr Müll bleibe in Frankfurts Parks liegen, sagt Bernd Roser vom Grünflächenamt der Stadt. Die Parkwächter seien keine "autoritären Sheriffs", sondern sollten mit den Parkbesuchern in freundliche Kommunikation treten, sagt Roser. Sie achten darauf, dass Grillverbote eingehalten werden und der Müll in die Tonne geworfen wird. Bußgelder können die Wächter aber nicht verhängen.

In DARMSTADT werde der Müll in Parks oft achtlos auf Wege und Flächen geworfen, sagt Daniel Klose von der Pressestelle der Stadt. "Obwohl in nahestehenden Müllgefäßen noch ausreichend Platz vorhanden ist", klagt er. Mülleimer würden nicht konsequent genutzt.

Die Stadt WIESBADEN hat für den Sommer zusätzliche Mülleimer und Toiletten aufgestellt, wie Ralf Wagner vom Dezernat für Ordnung, Bürgerservice und Grünflächen sagt. Trotzdem blieben manche Müllkörbe leer, während der Müll oft auf Grünflächen und in Büschen liege. Während im Winter zwischen drei bis fünf Kubikmeter Müll pro Woche anfielen, seien es im Sommer zwölf Kubikmeter, sagt Wagner. Das entspreche etwa fünf Tonnen Müll. Die Hinterlassenschaften hinderten die städtischen Gärtner daran, ihren eigentlichen Aufgaben nachzukommen. "Eigentlich sollten die Gärtner die Pflanzen schneiden und pflegen und nicht von Schmutz befreien", sagt Wagner.

Am Buga-See in KASSEL, der im Sommer besonders beliebt ist, stellt die Stadt zusätzliche Mülleimer auf, wie der Sprecher der Stadt, Ingo Happel-Emmrich, sagt. Größere Probleme mit Müll an dem See und in der Parkanlage der Stadt sieht Happel-Emmrich in Kassel aber nicht.

In FULDA nehme die Menge an Müll und Vandalismusvorfälle zu, sagt Michael Schwab von der Pressestelle in Fulda. Bisher stellt sich die Stadt aber weitgehend auf das erhöhte Müllaufkommen ein und sammelt ihn im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten ein. "Unsere Strategie besteht darin, dass wir versuchen, den Müll so schnell wie möglich zu beseitigen, um Nachahmeffekte zu vermeiden", sagt Schwab.

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare