Auch Internet-Auftritt wird ausgebaut

Sparda-Bank setzt trotz Digital-Angebot auf Filialen

Frankfurt - Auch in Zeiten der Digitalisierung setzt die Sparda-Bank Hessen auf ihre Filialen. Ein Ausbau des Netzes sei zwar nicht vorgesehen, es seien aber auch keine Schließungen bei den 39 Niederlassungen geplant, sagte Vorstandschef Jürgen Weber gestern in Frankfurt. Von Marc Kuhn

Die Kunden wollten Filialen in ihrer Nähe haben. Gleichzeitig baut das genossenschaftliche Institut sein Angebot im Internet aus. „Das sind tolle Sachen, die werden den Bankenalltag verändern“, erklärte Weber. Seit dem vergangenen Jahr ist es unter anderem möglich, mit dem Smartphone ein Girokonto bei der Sparda-Bank zu eröffnen. Nach den Worten von Weber bereitet sie derzeit eine neue App vor.

Er zeigte sich mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres sehr zufrieden, „trotz des schwierigen Umfelds“. Der Vorstandschef meinte damit die niedrigen Zinsen und regulatorische Maßnahmen der Europäischen Union. Der Jahresüberschuss stieg 2015 um 2,8 Prozent auf 12,1 Millionen Euro. Der Bestand an Baukrediten erhöhte sich um 4,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Darin sind neue Kredite in Höhe von 540 Millionen Euro enthalten. Wesentlicher Treiber in diesem Segment sei ein im vergangenen Jahr von der Sparda-Bank eingeführter Kredit mit einer Zinsbindung von 15 Jahren, berichtete Weber. „Das war der Renner schlechthin.“ Wegen der niedrigen Zinsen für Anlagen würden Kunden zudem ihr Geld für Sondertilgungen nutzen oder Immobilien ohne Kredite finanzieren, erläuterte Weber.

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Die Einlagen der Kunden bei der Sparda-Bank sind um 4,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Allerdings würden sie nach wie vor vor allem auf kurzfristige Angebote wie Tagesgeld setzen, erklärte Weber. „Die Kunden wollen sich nicht binden.“ Weber rechnet in den nächsten zwei bis drei Jahren indes nicht mit einen Zinsanstieg. Das Zinsergebnis hat die Bank um 3,6 Prozent auf 89,9 Millionen Euro gesteigert. Das Provisionergebnis fiel leicht auf 14,8 Millionen Euro. Das Teilbetriebsergebnis ging um 0,5 Prozent auf 31,1 Millionen Euro zurück. Für diese Entwicklung machte Weber gestiegene Verwaltungsausgaben und die Bankenabgabe verantwortlich.

Quelle: op-online.de

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