Sparkassen Offenbach und Langen-Seligenstadt

Streit um Provision für Vermittlung

Offenbach/Seligenstadt - Die Sparkassen Offenbach und Langen-Seligenstadt haben den kritisierten Umgang mit Vermittlungsprovisionen verteidigt. Von Marc Kuhn 

„Die von uns im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften erhaltenen Vertriebsvergütungen stellen einen finanziellen Ausgleich für die Aufwendungen dar und sind darauf ausgelegt, die Qualität unserer Dienstleistung auf Dauer sicherzustellen“, erklärten die Institute unserer Zeitung. „Wir sind daher auf den Erhalt von Vertriebsvergütungen angewiesen. “ Sie würden gegenüber den Kunden offengelegt.

Die Sparkassen in Deutschland wollen Vermittlungsprovisionen von Fondsanbietern behalten und nicht an ihre Kunden weitergeben. Um diese gängige Praxis abzusichern, ändern die Institute derzeit ihre Geschäftsbedingungen, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband laut dpa bestätigte. Verbraucherschützer warfen den Sparkassen vor, die Kunden um Geld zu bringen, das ihnen zustehe. Wer nicht rechtzeitig widerspreche, verliere seinen Anspruch.

„Die Sparkassen greifen damit massiv in das bestehende Vertragsverhältnis ein“, kritisierte Dorothea Mohn, die Finanzexpertin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, gemeinsam mit der Stiftung Warentest. In der Regel sollen die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vom 15. April an gelten. Mit den Vertriebsvergütungen von Drittanbietern wie etwa Fondsgesellschaften finanzieren die Sparkassen ihre Beratung, wie ein Sprecher sagte. „Die Sparkassen sind darauf angewiesen.“

Die Vergütungen einzubehalten ist bei den meisten Geldhäusern üblich, wie der Bundesverband deutscher Banken und der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken bestätigten. Die Verbraucherzentrale sieht das als strittig an und verweist darauf, dass eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs noch ausstehe.

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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