Sparzwang der Hessenmetropole

Feldmann bittet Wohlhabende zur Kasse

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Frankfurt - Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann will angesichts des Sparzwangs der Hessenmetropole wohlhabende Bürger stärker zur Kasse bitten. „Man kann auch als Kommune demonstrieren, dass man sozial gerecht spart“, sagte der Sozialdemokrat.

Er habe in seinen Gesprächen mit wohlhabenden Frankfurtern erfreut festgestellt, dass diese bereit seien, mehr zu bezahlen.

Die Eintrittspreise für die obersten Gruppen der Kulturinstitutionen könnten beispielsweise leicht angehoben werden. „Dafür kann man dann die unteren und mittleren schonen“, sagte Feldmann. „Sinnvoll kann es auch sein, bei den Kita-Gebühren eine neue Gruppe für Einkommensbezieher wie mich einzuführen.“ Der OB, dessen Partei im Stadtparlament in der Opposition sitzt, kritisierte zugleich die von der schwarz-grünen Stadtregierung beschlossene pauschale und stark umstrittene Erhöhung der Eintrittspreise für die Schwimmbäder.

„Die erste Perspektive in Zeiten knapper Kassen ist aber, dass die Stadt mehr verdient“, sagte Feldmann. Frankfurt müsse seine Möglichkeiten als Wirtschaftsstandort nutzen und die Rahmenbedingungen für die Ansiedlungspolitik weiter verbessern. Dazu gehörten neben der Neuordnung des Standortmarketings auch die Investitionen in den Wohnungsbau, in die Bildungs- und Infrastruktur sowie in die Kinderbetreuung als weichem Faktor.

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dpa

Quelle: op-online.de

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