Kritik der Opposition

Spatenstich für Terminal 3 ohne Al-Wazir

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Tarek Al-Wazir

Wiesbaden/Frankfurt - Das milliardenschwere Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist für die Grünen ein Problem. Nun beginnt der Bau; und die Landtagsopposition versucht, den Verkehrsminister Tarek Al-Wazir vorzuführen.

Beim ersten Spatenstich für das neue Terminal am Frankfurter Flughafen wird Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) fehlen. Das legte ihm die Opposition im Landtag am Donnerstag teils als Kneifen, teils als fehlenden Einsatz für die Luftverkehrswirtschaft aus. Er habe am 5. Oktober einen wichtigen Termin im Bundesverkehrsministerium, verteidigte sich der Minister. Zu dem Festakt kämen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Verkehrsstaatssekretär Matthias Samson (Grüne).

"Prominenter als mit dem Ministerpräsidenten kann die hessische Landesregierung nicht vertreten sein", sagte Al-Wazir in Wiesbaden. Seine Haltung zu dem milliardenschweren Bauvorhaben sei bekannt. Die Grünen sind gegen ein weiteres Abfertigungsgebäude, achten aber das Baurecht des Flughafenbetreibers Fraport. Als Minister hatte Al-Wazir eine Alternative erarbeiten lassen, die von Fraport verworfen wurde. Der FDP-Abgeordnete Jörg-Uwe Hahn nannte Al-Wazirs Fehlen "ein ganz, ganz falsches Symbol". Der Minister lasse sich zwar bei Montagsdemos gegen die neue Landebahn sehen, aber nicht bei der Erweiterung des wichtigen Jobmotors Flughafen. Al-Wazir mache sich in der Region, aber auch in Berlin und Brüssel nicht stark für die Interessen der hessischen Luftfahrtbranche, sagte der SPD-Abgeordnete Marius Weiß. Die Linke werde das Fehlen des Ministers nicht kritisieren, sagte die Fraktionsvorsitzende Janine Wissler.

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"Wir werden da nämlich auch nicht hingehen. Für uns ist das kein Grund zum Feiern." Al-Wazir habe aber zu wenig getan, um den Bau zu verhindern. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), auch ein Kritiker der Flughafen-Erweiterung, kommt einem Bericht zufolge ebenfalls nicht zum Spatenstich. Er sei bei einer Immobilienmesse in München, berichtete der Hessische Rundfunk (hr).

dpa

Quelle: op-online.de

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