Mit Speed-Dating auf der Suche nach Lehrlingen

Das Handwerk beklagt Bewerbermangel und sucht händeringend nach geeigneten Auszubildenden. Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main geht seit drei Jahren einen neuen Weg bei der Nachwuchssuche – mit Erfolg.

Frankfurt – Statt auf Bewerbungsschreiben zu warten, können sich Jugendliche bei einer speziellen Bewerberwoche direkt vorstellen. In diesem Jahr kamen insgesamt 115 Interessenten, 15 Prozent mehr als 2018. Im Aus- und Weiterbildungszentrum der Innung in Frankfurt informierten sie sich über den Maler- und Lackiererberuf und absolvierten praktische Tests. 60 Kandidaten zeigten dabei Talent, wurden zum „Recall“ eingeladen und trafen im „Speed-Dating“ auf neun Ausbildungsbetriebe aus dem Innungsgebiet.

„Wir freuen uns über das rege Interesse seitens der Jugendlichen. Dass die Bewerberzahlen nochmals gestiegen sind, beweist, dass wir mit dem Format auf dem richtigen Weg sind“, sagte Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. „Bewerber und Betriebe haben unzählige Gespräche geführt und dutzende Praktika vereinbart. Wir drücken die Daumen, dass daraus wie im vergangenen Jahr zahlreiche Ausbildungsverträge resultieren.“ 2018 schafften es nach Angaben der Innung von 100 Interessenten 45 in die Gesprächsrunde mit potenziellen Arbeitgebern. Für etwa 30 Jugendliche gab es dann einen Praktikumsplatz, und mehr als ein Dutzend begann schließlich eine Ausbildung.

Um überhaupt junge Leute auf sich aufmerksam zu machen, arbeitet die Innung mit Institutionen aus dem Bereich der Ausbildungsberatung und -vermittlung sowie mit Schulen zusammen. (ad)

Quelle: op-online.de

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