Flughafen-Ausbau

„Sperre für schwere Flieger“

Kassel - Der Ausbau des Frankfurter Flughafens und seine Auswirkungen haben einmal mehr die hessische Justiz beschäftigt.

Vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel beantragte die Anrainerkommune Flörsheim gestern ein teilweises Landeverbot von Flugzeugen von mehr als 136 Tonnen Gewicht auf der neuen Landebahn. Grund dafür ist das Risiko sogenannter Wirbelschleppen, dies sind Turbulenzen, die jedes Flugzeug in der Luft erzeugt. Sie haben schon mehrfach Schäden an Häusern im Umfeld des Flughafens angerichtet. Laut einem Gutachten der Stadt Flörsheim geht es um vier Fälle pro Jahr.

Sowohl das Land Hessen als Beklagte als auch die beigeladene Betreiberin Fraport AG sehen durch eine Einschränkung das Gesamtkonzept des Flughafens gefährdet. In der Verhandlung warfen sich die Experten der Parteien gegenseitig Ungenauigkeiten bei der Erstellung von Gutachten vor. „Ein Nullrisiko wird nicht zu erreichen sein. Die Frage ist, wann ein Risiko nicht mehr zumutbar ist“, stellte die Vorsitzende Richterin klar. Die Verhandlung soll heute fortgesetzt werden. Dann soll auch die Klage Flörsheims gegen den Planfeststellungsbeschluss wegen des Flughafenbetriebs in den Nachtrandstunden behandelt werden. Ein Urteil zu den beiden Fragen könnte auch erst morgen fallen.

dpa

Fluglärm-Urteile für Frankfurter Flughafen

Fluglärm-Urteile für Frankfurter Flughafen

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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