Neuigkeiten aus dem Spessart Camp

Eine Latrine, die niemand braucht

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Claudia und Barbara beim Bau einer Säge.

Offenbach - Das Spessart Camp ist nur etwas für Hartgesottene. Per Tagebuch berichtet die Offenbacherin aus dem Camp.

„Heute fühle ich mich so lala. Wenn ich zuhause wäre, würde ich jetzt einfach losjoggen, um kurz für mich alleine zu sein. Hier im Camp geht das natürlich nicht.

Am Morgen haben wir die Aufgabe gestellt bekommen, eine Säge zu bauen. Doch bevor wir damit fertig waren, haben wir eine Vogelfalle demonstriert bekommen, die wir dann nachbauen sollten, um uns später selber mit Essen versorgen zu können. Ich war nicht ganz bei der Sache. Im Hinterkopf hatte ich die ganze Zeit, dass ich heute Nacht wohl kein Dach über dem Kopf haben werde. Heiko und ich haben am Morgen versehentlich unser Zwei-Mann-Bett abgerissen.

Zu allem Überfluss kamen dann auch noch ein paar Hühner, die wir durch den Wald jagen und fangen mussten. Dabei bin ich ausgerutscht und auf den linken Arm geknallt, der jetzt höllisch wehtut. Langsam merke ich auch, wie sich die Gruppe spaltet. Es gibt einige, die weniger tun als die anderen, aber sofort aufspringen, wenn die Kamera angeht. Das kotzt hier viele an. Auch mich macht das wütend.

Überleben im Spessart Camp

Es ist nass, es ist kalt, und es gibt keinerlei Luxus. Unsere Online-Redakteurin Barbara lebt für acht Tage im „Spessart Camp“ und kämpft mit elf weiteren Kandidaten um die „Spessartkrone“ sowie 5000 Euro. Nach den ersten Spessarttagen sind die Kandidaten noch bestens gelaunt.

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Die Kälte bereitet mir eigentlich keine großen Probleme, obwohl es letzte Nacht gefroren hat und mein Schlafsack klitschnass an den Füßen war. An meiner Isomatte hingen sogar kleine Eiszapfen. Trotzdem konnte ich wunderbar schlafen, viel besser als in der Nacht zuvor. Ich war nach der Nachtwache am Vortag aber auch so müde, dass ich nach dem Abendessen direkt ins Bett gefallen bin und heute Morgen erst vom Fernsehteam geweckt wurde.

Mittlerweile ist auch unsere Latrine fertig, wobei ich glaube, dass noch kaum einer sie benutzt hat, weil wir keine feste Nahrung kriegen. Wir haben immer nur Rinderbrühe – zum Frühstück und zum Abendbrot.

Am meisten vermisse ich momentan festes Essen und meine Tagescreme, weil meine Haut so spannt. Schön wäre auch, mal wieder etwas mit ordentlich Geschmack zu trinken, einen heißen Kaffee oder meinetwegen auch eine Cola. Hauptsache was mit Koffein zum Aufputschen. Ich würde sogar einen Energy-Drink nehmen, obwohl ich die eigentlich hasse.“

Bilder aus dem Spessart Camp

Spessart Camp: In freier Natur überleben

Wir berichten täglich in der Zeitung und unter op-online.de, wie es Barbara Wellmann im Camp geht. Das Tagebuch entsteht aus den zahlreichen Videos und Interviews mit den Kandidaten, die uns von main.tv und primavera24.de zur Verfügung gestellt werden.

So sind Sie live dabei

Auf www.main.tv können Neugierige täglich sehen, was die Camper erleben. Auch am TV kann man die Sendung verfolgen, und zwar per Satelliten-Kanal „Mainfranken“ täglich um 19 und 21 Uhr . Es gibt auch eine Webcam: www.primavera24.de. Der Gewinner des Camps wird vom Publikum gewählt. Abstimmen können Sie per Telefon unter 01378/66 65 - 04 (50 Cent aus dem Festnetz) für Barbara Wellmann. Die Leitungen sind bis Samstag, 23. Februar, um 9 Uhr freigeschaltet.

Quelle: op-online.de

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