Spielsüchtige Buchhalterin verurteilt

Über eine Million aus der Firmenkasse verzockt

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Frankfurt - Ganz schön verzockt: Eine 65-jährige Frau hat über eine Million aus der Firmenkasse in Spielhallen und Casinos verspielt. Nun wurde die Spielsüchtige zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Weil sie mehr als eine Million Euro aus der Firmenkasse genommen und verzockt hat, ist eine spielsüchtige Finanzbuchhalterin zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht verhängte heute die Strafe zur Bewährung, da die 65-Jährige schwere private Schicksalsschläge verkraften musste.

Die Angestellte hatte ihre Kontovollmacht bei dem gemeinnützigen Serviceunternehmen dazu genutzt, immer wieder Einzelbeträge von bis zu 9000 Euro abzuheben. Das Geld verspielte sie zunächst in Spielhallen, später dann in Kasinos. Das Gericht geht von 326 Einzelfällen in knapp sechs Jahren aus.

Die Richter werteten die Spielsucht der ehemaligen Buchhalterin als Flucht aus einer schwierigen Lebenssituation: Innerhalb kurzer Zeit starben zwei Kinder der Frau, sie selbst wurde dreimal an Krebs operiert, zwei ihrer Ehen scheiterten. Vor diesem Hintergrund erachtete das Gericht trotz der hohen Schadenssumme eine Bewährungsstrafe für vertretbar.

dpa

Quelle: op-online.de

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