Markante Immobilie neben dem Flughafen

„Squaire“ soll verkauft werden

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Der Frankfurter Flughafen.

Frankfurt - Die IVG Immobilien AG treibt die Veräußerung des gigantischen Immobilie „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen voran. „Der Verkauf wird zurzeit vorbereitet“, bestätigte Roland Liederbach unserer Zeitung. Von Jens Dörr

Liederbach ist Head of Sales (Verkaufschef) der „The Squaire GmbH & Co. KG“, einer nahezu hundertprozentigen Tochter der IVG, die Besitzerin des 660 Meter langen und 65 Meter breiten Bauwerks an der A3 ist.

Schon im Spätsommer gab es erste Meldungen, dass sich die IVG 2013 von der Immobilie trennen wolle, deren Bau ursprünglich 640 Millionen Euro hätte kosten sollen - am Ende war es nahezu das Doppelte. Mit dem Verkauf sollen Finanzschulden getilgt und bisher gebundenes Eigenkapital der IVG freigesetzt werden. Liederbach trat allerdings Vermutungen entgegen, es sei bereits klar, dass ein geschlossener Fonds als Käufer von „The Squaire“ auftreten werde. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch eine Lösung außerhalb des Fondsmodells geben könnte“, so Liederbach.

Er informierte außerdem über den aktuellen Vermietungsstand der 143.000 Quadratmeter Nutzfläche (davon rund 100.000 Quadratmeter Bürofläche). Derzeit seien 86 Prozent der Flächen vermietet - „das ist etwas besser als für den jetzigen Zeitpunkt geplant“. Während bei den Einzelhandels- und Gastronomieflächen schon jetzt fast nichts mehr zu haben sei, gebe es unter den freien Quadratmetern vor allem noch Bürofläche im Angebot. „2013 nähern wir uns der Vollvermietung“, zeigte sich Liederbach optimistisch.

Im „The Squaire“ eingezogen

Vor einem Jahr war mit der Hotelkette Hilton der zweitgrößte Mieter im „The Squaire“ eingezogen. Der größte Mieter ist das Beratungsunternehmen KPMG mit 40.000 Quadratmetern angemieteter Fläche. Hilton ist mit einem Hotel der Vier-Sterne- und einem Hotel der Fünf-Sterne-Kategorie vertreten und kümmert sich auf zusammen 36.000 Quadratmetern um seine Gäste. Liederbach berichtete von einer gute Auslastung beider Hiltons: Sie liege bei mehr als 90 Prozent. „583 Zimmer sind fast schon zu wenig, wir haben sogar eine Erweiterungsanfrage erhalten.“ Vor allem Geschäftsreisende nächtigten in den Hotels und seien zugleich auch wichtige Kunden der Einzelhändler und Gastronomen im „The Squaire“.

Mit der Lufthansa war im Sommer dieses Jahres der dritte große Mieter auf 20.000 Quadratmetern eingezogen. Die Rewe-City-Filiale, die Geld in fünf Währungen annimmt und 20 Stunden täglich geöffnet hat, zähle deutschlandweit zu den umsatzstärksten ihrer Art, so Liederbach. Gern genutzt würden auch die drei Atrien, wo etwa Automobilhersteller in wechselnden Ausstellungen den „Squaire“-Besuchern ihre Fahrzeuge präsentieren.

Quelle: op-online.de

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