Prozess vorm Landgericht

Mit Stoffgürtel erdrosselt: 13 Jahre Haft gefordert

Gießen - Vor dem Landgericht Gießen geht heute ein Prozess weiter, der die Gerichte schon seit 2010 beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft für einen Mann, weil er seine Frau mit einem Stoffgürtel erdrosselt haben soll.

Die Anklagevertreterin hielt heute vor dem Landgericht Gießen einen Totschlag für erwiesen. Der 44-jährige Mann aus dem nordrhein-westfälischen Bielefeld habe seine Frau erdrosselt. Die Verteidigung plädierte auf einen minderschweren Fall und eine angemessene Freiheitsstrafe. Falls das Gericht auf einen „normalen“ Totschlag erkenne, solle die Strafe nicht höher als acht Jahre ausfallen. Das Urteil wird am 2. Mai erwartet.

Der Angeklagte soll seine Frau, die sich von ihm offenbar trennen wollte, im Mai 2009 in einer Pension in Bad Camberg getötet haben. Der Tat war der Anklage zufolge ein Streit zwischen dem Paar vorausgegangen. Vor Gericht machte der Mann keine Angaben.

Der Fall beschäftigt seit 2010 die Gerichte. Die ersten beiden Urteile des Landgerichts Limburg zu lebenslanger Haft wegen Mordes hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe aufgehoben. Ende Januar begann dann der dritte Prozess vor dem Gießener Landgericht - platzte aber kurz darauf wegen eines Verfahrenshindernisses. Der vierte Prozess begann Anfang März.

dpa

Quelle: op-online.de

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