Kunst der Stadt Frankfurt ist Milliarden wert

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Die Kunst im Besitz der Stadt Frankfurt ist Milliarden wert. Das teuerste Kunstwerk ist danach das Gemälde „Fleurs et céramique“ von Henri Matisse.

Frankfurt - Experten bewerten: Die Stadt Frankfurt besitzt Kunstgegenstände im Wert von insgesamt 2,5 Milliarden Euro.

In Frankfurts Museen stehen, liegen und hängen Kunstschätze im Wert von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Das geht aus der ersten gemeinsamen Bewertung aller Exponate aus den städtischen Sammlungen hervor, die Kulturdezernent Felix Semmelroth und Kämmerer Uwe Becker (beide CDU) heute in Frankfurt vorgestellt haben.

Das Matisse-Gemälde im Städel.

Das teuerste Kunstwerk ist demnach das Gemälde „Fleurs et céramique“ von Henri Matisse. Das Stillleben gehört dem Städel Museum und hat einen Wert von rund 70 Millionen Euro. Auf Platz zwei der wertvollsten Arbeiten liegen mit jeweils 50 Millionen Euro die Gemälde „Le Déjeuner“ von Claude Monet (Städel) und „Yellow and Green Brushstrokes“ von Roy Lichtenstein (Museum für Moderne Kunst). Es folgen in der Rangliste Werke von Edgar Degas, Andy Warhol und Auguste Renoir sowie eine Weltkugel aus dem 17. Jahrhundert (Historisches Museum) für 30 Millionen und eine Gutenberg-Bibel aus dem Jahr 1445 (Stadt- und Universitätsbibliothek) für 20 Millionen.

1,8 Millionen Exponate bewertet

„Diese Bilanz ist weit mehr als nur eine Vermögensbilanz. Sie dokumentiert, wie sich Frankfurt über die Jahrhunderte hinweg zu einer bedeutenden Kunst- und Kulturstadt entwickelt hat“, sagte Semmelroth. Daher dürfe Frankfurt seine Kunstwerke auch nicht verkaufen. Eine Veräußerung wäre nach seiner Darstellung „kulturpolitisch verheerend und ausgesprochen töricht“.

Insgesamt wurden bei der Auflistung 1,8 Millionen Exponate bewertet. Die meisten davon haben nur einen Wert von wenigen Euro. Die Stadt musste alle ihre Kunstschätze auflisten und schätzen, weil sie ihren Haushalt auf die doppelte Buchführung umgestellt hat. Der Bewertung legte die Stadt nach eigenen Angaben ähnliche Richtwerte zugrunde wie das Land Hessen bei der Erfassung seiner Kunstschätze.

dpa

Quelle: op-online.de

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