Demo am Roßmarkt

Stadt räumt die Disco „U 60311“

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Frankfurt - Etwa 100 Disco-Gänger haben gestern gegen die Räumung des „U 60311“ am Roßmarkt protestiert. Der Protest kam allerdings zu spät. Wie gestern bekannt wurde, hat die Stadt Frankfurt die umstrittene Diskothek bereits am vergangenen Freitag zwangsgeschlossen.

Dabei wurden nach Auskunft des Leiters des Liegenschaftsamtes, Alfred Gangel, auch die Eingangsschlösser ausgewechselt. In letzter Sekunde versuchte der Betreiber des „U 60311“ noch am Dienstag per Eilbeschluss vor dem Amtsgericht, die Zwangsräumung zu verhindern. Die Teilnehmer der Demonstration sollen einer Falschmeldung aufgesessen sein, derzufolge die Räumung für Mittwoch geplant war.

U60311: Demo gegen Räumung

Rund 100 Techno-Liebhaber trafen sich am Roßmarkt, um für den Verbleib des Clubs U60311 zu demonstrieren. Nachdem die Stadt das Inventar beschlagtnahmt und den Club geschlossen hat, hoffen viele Demonstranten auf eine Zukunft mit elektronischer Musik im U60311 auch nach der Räumung.

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Aus für „U60311“: Räumung steht bevor

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Frankfurt versucht, die Disco räumen zu lassen. Ein Insolvenzantrag bewirkte dann, dass das Gericht den Weiterbetrieb anordnete, um den Interessen der Gläubiger Rechnung zu tragen. Auslöser für die Bestebungen der Stadt, einen neuen Betreiber für den Club zu finden, war ein gewalttätiger Vorfall an Ostern 2011. Damals hatten zwei Türsteher einen Gast totgeprügelt.

Die Stadt plant, in den Räumen weiter eine Diskothek zu genehmigen. Das letzte Wort dazu haben die Stadtverordneten.

mic

Quelle: op-online.de

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