Ein Stadthaus für Frankfurt

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Vor dem Dom und über dem derzeit noch offen liegenden Archäologischen Garten soll das Stadthaus am Markt entstehen. Auf seiner rechten Seite wird es flankiert von der Schirn Kunsthalle. Das Modell zeigt den Siegerentwurf.

Frankfurt ‐ Auf dem Weg zur Neubebauung der Frankfurter Altstadt ist ein wichtiger Schritt gemacht worden. Der von der Stadt ausgelobte Wettbewerb „Stadthaus am Markt“ zur Überbauung des vor dem Dom gelegenen Archäologischen Gartens ist entschieden. Von Christian Riethmüller

Das Berliner Büro Prof. Bernhard Winking Architekten BDA mit Martin Froh setzte sich mit seinem Entwurf gegen die Mitbewerber durch und gewann den mit 35.000 Euro dotierten ersten Preis. Insgesamt gab es 105 Bewerbungen auf die europaweite Ausschreibung. Davon wurden 26 Teilnehmer ausgewählt, zudem waren vier Büros gesetzt.

An Winkings und Frohs Entwurf lobte die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Franz Pesch „die wunderbar gelassene städtebauliche Lösung mit einem konsequent aus der Dimension der Karolingischen Königshalle entwickelten Baukörper des Stadthauses“.

Termin für Baubeginn steht noch nicht fest

In diesem Stadthaus ist ein Besucherzentrum geplant. Der bisher offen liegende Archäologische Garten soll zugänglich bleiben und die Mauerreste der Königshalle aus der Karolingerzeit sollen weiterhin museal präsentiert werden.

Das neue Besucherzentrum soll dabei mit der Häuserzeile „Markt“ mit den zu rekonstruierenden Häusern „Goldene Waage“ und „Rotes Haus“ verknüpft werden. Das Ensemble ist Teil eines zwischen Dom und Römer geplanten Großprojekts, bei dem mindestens sechs historische Fachwerkbauten rekonstruiert werden sollen.

Wann mit dem Bau des Stadthauses begonnen werden kann, steht noch nicht fest. Auch die Kosten sind noch ungeklärt. Nächstes Jahr ist erst einmal der Abriss des Technischen Rathauses vorgesehen, um Platz für die Altstadtbebauung zu schaffen. Mit der Fertigstellung des Projekts, das insgesamt mindestens 100 Millionen Euro kosten dürfte, wird im Jahr 2013/2014 gerechnet.

Quelle: op-online.de

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