Staugefahr wird größer

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Weniger Platz für den Verkehr: auf der Offenbacher Seite der Kaiserleibrücke mit Blick Richtung Süden.

Frankfurt (mic) - „Wir haben keine größeren Probleme. Klar, zur Rush-Hour geht es etwas zäher voran als sonst, aber das wird sich einspielen, wenn sich die vielen Pendler erstmal auf die neue Lage eingestellt haben“, sagte gestern Thomas Bernhard von der Autobahnpolizei Frankfurt zur allerneuesten Engstelle und Autofahrerplage im Frankfurter Osten.

Seit Freitag vergangener Woche laufen die Bauarbeiten an der weithin sichtbaren Kaiserleibrücke und dem langgezogenen Brückenbauwerk über Kaiserleikreisel und Kaiserleistraße. Dem Verkehr stehen zwar genauso viele Fahrspuren zur Verfügung wie normalerweise, aber sie sind jetzt schmaler, und über den gesamten Abschnitt wurde ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern gelegt. Das mindert die Durchflussgeschwindigkeit merklich.

Auf jeden Fall, so Bernhard, falle die A661 in diesem Bereich künftig als Umleitungsempfehlung bei Staus aus. Aber dieses Teilstück sei ja ohnehin sehr häufig überlastet. Ortskundige sollten nach Möglichkeit den Bereich meiden. Mit ernsteren Problemen rechnet die Autobahnpolizei nur, wenn Umgruppierungen an den Baustellen erforderlich werden. Täglich nutzen rund 100.000 Fahrzeuge die Brücke.

Arbeiten dauern bis Spätsommer 2012 an

Betroffen von den Ausbesserungsarbeiten, die vor zwei Jahren auf der Kaiserleibrücke in Richtung Egelsbach begonnen haben, ist nach Auskunft von Stefan Hodes, Sprecher des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Frankfurt, eine Strecke von fast einem Kilometer der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Die Arbeiten, die im kommenden Winter für drei Monate unterbrochen werden und wie berichtet bis zum Spätsommer kommenden Jahres dauern, sehen vor, dass die Brückenabschnitte über den Kaiserleikreisel und die Kaiserleistraße komplett instandgesetzt werden. Fahrbahnbelag und Abdichtungen, Geländer, die Beton-Abgrenzungen zwischen den Fahrspuren und den Fußwegen sowie die Übergangskonstruktionen werden erneuert, an den Unterseiten der Brücken diverse Betonschäden ausgebessert und Lager ausgetauscht.

Für einen Zeitraum von 30 Jahren soll die hochbelastete Trasse dann wieder fit sein. Auch bei der 1964 gebauten Kaiserleibrücke über den Main werden in Fahrtrichtung Oberursel auf beiden Seiten die Übergangskonstruktionen erneuert. Dabei handelt es sich um eine Art Dehnungsfuge, die dafür sorgt, dass sich die Brücke bei Temperaturschwankungen ausdehnen beziehungsweise zusammenziehen kann.

Die aus Metall, Hartplastik und Gummi bestehenden „Übergangskonstruktionen“ sind äußerst wichtig. Vor zwei Jahren wurden diese Puffer in Richtung Egelsbach ausgebessert. Insgesamt kosten die Maßnahmen neun Millionen Euro.

Quelle: op-online.de

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