15 Jahre für Mord mit Stein

Frankfurt - Weil er seinen Onkel mit einem 21 Kilogramm schweren Stein erschlagen hat, ist ein 38 Jahre alter Pole heute in Frankfurt wegen Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Zusätzlich verhängte das Landgericht Frankfurt gegen den vorbestraften Straßenbauer Sicherungsverwahrung für die Zeit danach. Der Mann hatte dem 48 Jahre alten Bruder seiner Mutter im September 2008 auf einem Grillplatz mit dem schweren Stein den Schädel zertrümmert.

Hintergrund der Tat

Die Hintergründe der Tat lagen in familiären Zwistigkeiten in der polnischen Heimat. Vorsitzender Richter Hans Bachl nannte den geständigen Angeklagten in der Urteilsbegründung eine „dissoziale Persönlichkeit mit erschreckend hemmungsloser Gewaltbereitschaft“. Zwischen Neffen und Onkel hatte es Streit über die Gewalttätigkeiten des Onkels gegen die Großeltern gegeben. Der Neffe machte den Onkel offenbar für den Tod der Großmutter verantwortlich, die ihn großgezogen hatte.

Täter und Opfer waren betrunken, so dass das Gericht von einer erheblich eingeschränkten Schuldfähigkeit des Angeklagten ausging und deshalb nicht eine lebenslange Haftstrafe verhängte. Die Sicherungsverwahrung begründete das Gericht mit dem Hang des Angeklagten zu Straftaten. Neben zahllosen kleineren Verurteilungen hatte er 2001 sieben Jahre Haft wegen einer Raubserie kassiert. In Freiheit sei er „stets fremd und entwurzelt“ gewesen, sagte der Gerichtsvorsitzende. Im Strafmaß hielt sich das Gericht an die Vorgabe der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung wollte es dagegen bei elf Jahren Haft wegen Totschlags bewenden lassen.

dpa

Quelle: op-online.de

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