Stimmen zum vorzeitigen Rückzug Petra Roths

Paukenschlag in Frankfurt: Petra Roth (CDU) räumt bereits im Juli nächsten Jahres den Chefsessel im Rathaus. Eigentlich wäre ihre Amtszeit erst 2013 zu Ende gegangen.

  • Offenbachs Oberbürgermeister

„Schade. Ich hätte gerne noch ein Jahr länger mit Petra Roth zusammengearbeitet“, lautete die erste Reaktion ihres Offenbacher Amtskollegen Horst Schneider. Roth habe Frankfurt „souverän“ repräsentiert. „Ihre Entscheidungen sind pragmatisch und haben dennoch Weitblick. Die Region sieht Petra Roth als Partner. Das hat Rhein-Main gestärkt“, sagte Schneider. In besonderer Erinnerung bleiben würden ihm „viele gemeinsame sehr arbeitsintensive Stunden an deren Ende oft wichtige Entscheidungen standen. Beispiel Hafen. Und ich erinnere mich auch gerne wie wir beide in Indien und den USA erfolgreich für den Standort Rhein-Main geworben haben.“

  • Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU):

„Sie hat für Frankfurt wirklich Großes geleistet“, lobte Parteifreund Volker Bouffier die Arbeit Roths für Hessens größte Stadt. Boris Rhein ist nach Einschätzung des Ministerpräsidenten „ein sehr guter Kandidat“ für die Nachfolge. Rhein werde auch während des Frankfurter Wahlkampfs hessischer Innenminister bleiben, so Bouffier.

  • Der Frankfurter SPD-Vorsitzende Gernot Grumbach:

„Wir erleben heute so etwas wie eine Doppelflucht“, erklärte der Frankfurter SPD-Chef Gernot Grumbach. Zum einen flüchte Roth, die in Frankfurt für Integration gestanden habe. Sie mache dem Hardliner Rhein Platz, der seinerseits als Innenminister vor den Polizeiskandalen aus Wiesbaden flüchte.

  • Klaus Oesterling, Chef der SPD-Fraktion im Frankfurter Römer:

„Mit ihrem vorzeitigen Rücktritt zieht Petra Roth die Konsequenzen aus der Finanzkrise und den anhaltenden Querelen in ihrer Partei“, kommentierte der Chef der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling. Viele von Roth angekündigte Projekte kämen nicht. „Diesen Offenbarungseid selbst zu leisten wollte sie sich offensichtlich ersparen.“

Horst Schneider (SPD):

Quelle: op-online.de

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