Auf den Straßen entspannt, Flughafen zu

Offenbach/Frankfurt - Schneefälle haben in der Nacht zum Dienstag vor allem in Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet zu Problemen auf den Straßen geführt.

Besonders betroffen war die Autobahn 5, auf der bei Zeppelinheim ein Lastwagen umstürzte. Weiter südlich blockierte bei Seeheim-Jugenheim ein mit Autos beladener Sattelzug die rechte Spur in Richtung Norden, berichtet die Polizei. Auf der gegenüberliegenden Fahrbahn kollidierten bei Glätte zwei Autos. Auch auf der Autobahn 661 kam es zu kleineren Unfällen. Meist blieb es bei leichten Verletzungen oder Blechschäden.

„Auf den Hauptdurchgangsstraßen ist die Lage entspannt“, sagt Ingbert Zacharias. Abseits davon, auf Seitenstraßen sei die Situation hingegen durchaus problematisch. „Größere Unfälle hat es bis jetzt aber nicht gegeben“, meint der Polizeipressesprecher.

„Massive Niederschläge waren nicht vorhergesagt“

Plötzlich einsetzender Schneefall hat den Flughafen Frankfurt am frühen Morgen erneut lahmgelegt. Nach einer anfangs ruhigen Nacht kam das wichtigste deutsche Luftdrehkreuz durch den Schnee erneut zum Stillstand. Von 5 Uhr an waren weder Starts noch Landungen möglich. Der Winterdienst befinde sich im Dauereinsatz und setze alles daran, die Start- und Landebahnen eis- und schneefrei zu halten, agte Fraport-Sprecher Jürgen Harrer der Nachrichtenagentur dpa. „Im Augenblick geht aber nichts. Diese massiven Niederschläge waren nicht vorhergesagt“, sagte Harrer.

Anders als zunächst angenommen müsse daher auch am Dienstag „mit erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen“ gerechnet werden. Es sei nun wichtig, sich bestmöglich um die Passagiere zu kümmern und sie wie an den Tagen zuvor mit Getränken und Snacks zu versorgen. Die Lufthansa rief ihre Passagiere erneut dazu auf, nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. „Wir gehen davon aus, dass es heute wieder zu sehr massiven Behinderungen kommt“, sagte ein Sprecher am Morgen.

Bei Bahn „keine gravierenden Störungen“

Langstreckenflüge müssten auf andere Flughäfen umgeleitet werden. Das bringe den Flugplan durcheinander. Bei der Deutschen Bahn gab es am Morgen keine gravierenden Störungen. Bis auf „einzelne Ausrutscher“ sei der Bahnverkehr stabil mit witterungsbedingten kleineren Verspätungen, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Ob und wie sich die Situation am Frankfurter Flughafen auf den Schienenverkehr auswirken würde, konnte er nicht einschätzen.

dpa

Quelle: op-online.de

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