Regionalverband FrankfurtRheinMain statt Planungsverband

Strategien für die Region unter neuem Namen

Frankfurt - Weithin sichtbar steht es weiß auf ochsenblutrot geschrieben: „Regionalverband FrankfurtRheinMain“. So lautet seit 1. Von Christian Riethmüller

April der Name des vormaligen Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. An der Fassade des Geschäftsstellengebäudes des Verbands gegenüber der Nordseite des Frankfurter Hauptbahnhofs ist der Schriftzug bereits angebracht.

Die Umbenennung ist dabei keiner Laune geschuldet, sondern die Folge des im März von der hessischen Landesregierung verabschiedeten Gesetzes über die Metropolregion. Dieses Gesetz hat dem Planungsverband, dessen primäre Aufgabe es in den vergangenen Jahren war, den Regionalen Flächennutzungsplan auszuarbeiten, weitere Zuständigkeiten beschert. Er ist nun mit dem Standortmarketing, der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung und Errichtung der Regionalparks, der regionalen Verkehrsplanung und dem Verkehrsmanagement beauftragt. Außerdem ist er für die Errichtung und den Betrieb von Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen sowie von kulturellen Einrichtungen mit überörtlicher Bedeutung zuständig und soll zudem der zentrale Ansprechpartner in allen regionalen Belangen sein. Dazu soll der Verband ein einheitliches Erscheinungsbild für die Region erarbeiten, die in ihrem Kerngebiet weiter die 75 Kommunen und sechs Landkreise des Ballungsraums umfasst, tatsächlich aber in einem größeren Radius gedacht wird, der von Frankfurt aus gesehen im Norden bis Gießen, im Osten noch über Aschaffenburg hinaus, im Westen über Mainz hinaus und im Süden bis fast nach Heidelberg reicht.

Dieser Weite soll mit der Namensänderung hin zum Regionalverband Rechnung getragen werden, wie der Verband in seiner neuen Aufgabenstellung jetzt auch die Möglichkeit hat, Gesellschaften beizutreten, um die regionale Zusammenarbeit zu fördern und zu stärken.

Wie Verbandsdirektor Heiko Kasseckert und der Erste Beigeordnete Matthias Drexelius (beide CDU) gestern in Frankfurt sagten, seien mit dem bundesweit ersten Regionalen Flächennutzungsplan die Grundlagen für eine enge Zusammenarbeit geschaffen worden. Nun gelte es, „die Ressourcen in den Gesellschaften und Initiativen der Region gezielt hinter einer gemeinsamen Strategie einzusetzen.“

Über diese Strategie befindet künftig ein Regionalvorstand, dem neben dem Verbandsdirektor und bis zu zwei Hauptamtlichen Beigeordneten die Oberbürgermeister der Städte Frankfurt und Offenbach, die Landräte der sechs im Regionalverband vertretenen Landkreise sowie bis zu acht ehrenamtliche Beigeordnete angehören, die wie das hauptamtliche Direktorium von der Verbandskammer gewählt werden, in die jede der dem Regionalverband angehörenden 75 Kommunen einen Vertreter entsendet. Der Vorstand kann außerdem noch bis zu fünf beratende Mitglieder wählen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare