Lokführer-Streik beendet - S-Bahn-Netz erheblich betroffen

Frankfurt - Das Rhein-Main-Gebiet ist auch bei der vierten Streikwelle der Lokführer getroffen worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn AG gehörte das Frankfurter S-Bahn-Netz am Donnerstagmorgen erneut zu den erheblich bestreikten Abschnitten.

Auch bei Regional- und Fernzügen kam es zu Ausfällen und Verspätungen durch den sechsstündigen Ausstand, der nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL wie geplant um 10.00 Uhr beendet wurde. Erneut müssen Reisende bis in die Abendstunden mit Behinderungen rechnen, da die Umläufe der Züge gestört sind.

Bereits am Mittwochabend hatten die Lokführer den Güterverkehr bestreikt, was laut Bahn bundesweit zu rund 300 Zugausfällen führte. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte den Ausstand. „Es ist besorgniserregend, wie hier eine relativ kleine Gewerkschaft den Nerv einer hochentwickelten Volkswirtschaft trifft“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Bayerischen Rundfunk.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky drohte in Mannheim mit einer Verschärfung der Aktionen, mit denen einheitliche Tarifstandards bei allen großen Bahnunternehmen erreicht werden sollen. „Wer uns kennt, weiß, dass wir sehr weit gehen können. Aber das wollen wir eigentlich nicht, denn wir wollen Verhandlungen“, sagte der Gewerkschaftschef. Er sprach von einer sehr guten Streikbeteiligung. Die Deutsche Bahn AG forderte die Gewerkschaft erneut zu Verhandlungen auf.

Im Rhein-Main-Gebiet waren offenbar viele Pendler auf das Auto umgestiegen, was zu noch stärker verstopften Straßen führte als ohnehin üblich. Das ganz große Chaos blieb aber aus. Am Frankfurter Hauptbahnhof wie auch an anderen größeren Stationen versorgten Mitarbeiter der DB die wartenden Reisenden mit heißen Getränken.

dpa

Quelle: op-online.de

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