Lokführer streiken wieder

Frankfurt - Ein erneuter Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat heute in Hessen zu Verspätungen und Zugausfällen geführt. Betroffen waren auch dieses Mal die Verbindungen der Hessischen Landesbahn (HLB) und ihrer Töchtergesellschaften Vectus und Cantus, wie GDL-Sprecherin Gerda Seibert sagte.

Wie schon am Montag fielen vor allem im Rhein-Main-Gebiet und in Limburg Verbindungen aus. Nach ersten Einschätzungen der Gewerkschaft sei von einer hohen Streikbeteiligung auszugehen. „Die Streiks sind gut angelaufen“, sagte Seibert. Nicht betroffen von den Arbeitsniederlegungen waren Züge der Deutschen Bahn.

Bereit, für Ziele zu kämpfen

Der Streik, der um 3.00 Uhr begann, soll bis am Samstag um 2.00 Uhr dauern. Er solle deutlich machen, dass die Lokführer bereit seien, für ihre Ziele zu kämpfen, sagte der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Norbert Quitter. „Unsere Ziele sind nicht Streiks, unsere Ziele sind die Rahmentarifverträge.“

Die GDL fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für die 26.000 Lokführer in Deutschland im Regional-, Fern- und Güterverkehr - egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Eine Kernforderung ist eine Angleichung der Einkommen auf dem Niveau des Branchenprimus plus fünf Prozent Aufschlag. „Das sind alles keine Forderungen, die irgendeinen Arbeitgeber in diesem Land umbringen würden“, sagte Quitter.

Gesprächsbasis fehlt

Während die Verhandlungen mit der DB am 7. April fortgesetzt werden sollen, fehle mit den Konkurrenten, die bis zu 30 Prozent weniger zahlen, seit Wochen die Gesprächsbasis. „Es wird immer deutlicher, dass es hier einfach nur um eine Verweigerungshaltung der Arbeitgeber geht“, sagte Quitter.

dpa

Quelle: op-online.de

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