Tödlicher Streit in Korbacher Hotel

Starb Asylant, weil er im Zimmer rauchte?

Korbach - Eine Zigarette hat wohl zu dem tödlichen Streit in einem provisorischen Korbacher Flüchtlingslager geführt. Durch das Rauchen auf dem Zimmer habe sichdas Opfer schon öfter unbeliebt gemacht, berichten Zeugen.

Nach dem tödlichen Streit zweier Flüchtlinge in einem Hotel im nordhessischen Korbach sind die Ermittler auf der Motiv-Suche. Es habe möglicherweise eine Auseinandersetzung über das Rauchen im gemeinsamen Zimmer gegeben, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Boesken in Kassel. Daraufhin habe der festgenommene 18-Jährige womöglich seinen 36 Jahre alten Zimmergenossen am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages geschlagen und gewürgt, bis er starb. Laut Obduktionsergebnis ist das Opfer erstickt, wies aber viele weitere Verletzungen auf.

In dem Hotel ist seit Mitte Dezember eine Gruppe von Asylbewerbern aus  Eritrea vorübergehend untergebracht. Neben dem Getöteten und dem mutmaßlichen Täter seien fünf Flüchtlinge in dem Hotel einquartiert gewesen. Drei von ihnen seien zum Tatzeitpunkt nicht dort gewesen, zwei von ihnen zwar anwesend, aber nicht als unmittelbare Zeugen. Nach ihrer Vernehmung kamen sie bis auf weiteres in einer Notunterkunft unter. Ihren Angaben zufolge hatte es zwischen den beiden Beteiligten wegen des Rauchens immer wieder Ärger gegeben. Der 36-Jährige war der Älteste der Gruppe. Der junge Beschuldigte wollte zu den Vorwürfen und dem Tatabend nichts sagen, wie Boesken berichtete.

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dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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