Bundesnetzagentur gefragt

Rentsch fordert Alternativen zu Staudinger 1

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Wiesbaden - Nach dem Aus für Staudinger 1 als Notfallreserve fordert Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch Alternativen von der Bundesnetzagentur. Die Behörde müsse jetzt Antworten geben, sagte der FDP-Politiker.

Rentsch hatte sich zusammen mit der Bundesbehörde dafür stark gemacht, den über 50 Jahre alten Steinkohleblock in Großkrotzenburg wieder in Betrieb zu nehmen. Der Chef der Netzagentur, Jochen Homann, hatte jedoch zuvor dem Sender hr-info gesagt, dass der Energiekonzern Eon keine Möglichkeit sehe, das Kraftwerk für Versorgungsfälle wiederherzurichten. Staudinger 1 wurde im April dieses Jahres stillgelegt.

Er werde übernächste Woche auch mit Eon ein Gespräch führen, kündigte Rentsch an. Das Angebot des Darmstädter Versorgers HSE, dessen neue Gasturbine als Notfallreserve zu nehmen, sieht der Minister skeptisch. Mit 96 Megawatt sei es in der Leistung weit schwächer als der 250-Megawatt-Block von Staudinger.

Mit seinem Eintreten für Staudinger sei Rentsch „grandios gescheitert“, erklärte die SPD. Er habe mit den Ängsten der Menschen vor einem Blackout gespielt und seine Initiative offensichtlich nicht einmal mit Eon abgestimmt, meinte der Abgeordnete Timon Gremmels. Auch CDU-Umweltministerin Lucia Puttrich hatte sich gegen den erneuten Betrieb von Staudinger 1 gewandt.

dpa

Quelle: op-online.de

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