Schlauer Stromzähler

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Stromzähler der Zukunft bei Mainova

Frankfurt - Der Stromzähler der Zukunft ist intelligent. Er hat den Verbrauch immer unter Kontrolle und zeigt dem Nutzer auf einen Blick zum Beispiel über Computer oder iPad, wo wieviel Strom verbraucht wird und welche Sparmöglichkeiten es gibt. Von Achim Lederle

Der Frankfurter Energieanbieter Mainova setzt auf solche intelligenten Stromzähler und bietet nun mit dem sogenannten „Smart Meter“ ein System, das umfassende Kostenkontrolle und damit auch ein hohes Sparpotenzial garantieren soll. Wie die Mainova gestern mitteilte, wird mit dem Tarif „iVis SparzeitPlus“ eine Zusatzoption zu den gängigen Tarifen „Strom Classic“, „Strom Direkt“ und „Novanatur“ geschaffen. Der Tarif koste zum Start 2,49 Euro monatlich und sei in drei Bereiche eingeteilt, in denen je nach Uhrzeit und Wochentag der Strom bis zu zwei Cent je Kilowattstunde (kWh) günstiger sei.

„Der Clou ist, dass ein intelligentes Visualisierungstool (iVis) den Verbrauch übersichtlich auf dem heimischen Computer anzeigt. Zudem gibt es eine kostenlose App für das iPhone/iPad, weitere Apps für andere Handy-Betriebssysteme sind geplant“, sagte Mainova-Vorstandschef Constantin Alsheimer. Den Smart Meter erhalte der Kunde von der Mainova kostenlos, falls der „iVis“-Vertrag nicht innerhalb von 24 Monaten gekündigt werde. Das Gerät werde anstelle des gewöhnlichen Stromzählers eingebaut und erfasse alle 15 Minuten exakt den Stromverbrauch. „Per Mobilfunk werden die Daten sicher verschlüsselt an die Mainova übertragen und dort aufbereitet“, erläuterte Vertriebsvorstand Marie-Luise Wolff. Anschließend könne der Kunde die Daten in einem passwortgeschützten Bereich einsehen und analysieren.

„Zukunft ist dezentral, ökologisch und effizient“

„Mit dem Smart-Meter-Tarif kann der Kunde seine Stromkosten deutlich reduzieren. Ein Vier-Personen-Haushalt (5 500 kWh Jahresverbrauch) kann 92 Euro im Jahr sparen - durch die Sparzeiten, eine Verlagerung von zehn Prozent des Stromverbrauchs in günstigere Zeiten sowie eine angenommene Einsparung von fünf Prozent durch den bewussteren Umgang mit Energie“, so Wolff. Die zusätzlichen Kosten für „iVis“ seien darin bereits eingerechnet.

Alsheimer sieht die Zukunft der Stadtwerke im intelligenten Energiemanagement. „Die Zukunft der Energieerzeugung ist dezentral, ökologisch und effizient. Dabei werden die Steuerung von Erzeugung und Verbrauch sowie die Speicherung der Energie zentrale Rollen spielen. Energieinfrastruktur und Kommunikationstechnologie werden zu intelligenten Systemen, so genannten Smart Grids, zusammenwachsen.“ so Alsheimer. Der Wandel sei ohne starke Stadtwerke nicht zu erreichen. sagte Alsheimer. Gerade sie seien beim Umbau der Verteilnetze und Projekten zur dezentralen Energieerzeugung gefordert.

Quelle: op-online.de

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