Getöteter Abschlussurkunde überreicht

Darmstadt - Die am Dienstag in der Fachhochschule Darmstadt (h_da) erstochene Studentin hat noch kurz vor ihrem Tod erfolgreich ihr Mechatronik-Studium abgeschlossen.

Die 26-Jährige hatte gerade ihre letzten Prüfungen im Bachelor-Studiengang bestanden und hätte dies in dieser Woche offiziell erfahren sollen, teilte die Hochschule auf ihrer Internetseite mit. Studenten der Hochschule haben vorgeschlagen, zur Erinnerung an die Verstorbene einen Baum auf dem Campus zu pflanzen.

Tätert schwieg bei Vernehmung

Die Kondolenzlisten für die 26-Jährige liegen noch in den nächsten Wochen an der Hochschule mit ihren rund 11.000 Studenten aus. „Der Tod unserer Absolventin wird uns an der Hochschule noch lange beschäftigen. Wir werden einen Weg finden, ihrem Andenken gerecht zu werden“, sagte Maria Overbeck-Larisch laut Mitteilung. Die 26-Jährige war am Dienstagnachmittag in einem Computerraum von einem zwei Jahre jüngeren Freund von hinten mit mehreren Messerstichen in den Rücken getötet worden. Zu dem Zeitpunkt hielten sich mehrere Studenten in dem Raum auf.

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Der Täter sitzt unter Mordverdacht in U-Haft. Er war zunächst geflüchtet, und hatte sich dann bei der Polizei der Tat bezichtigt. Bei der anschließenden Vernehmung schwieg er jedoch. Rund 1000 Studierende und Beschäftigte aus allen elf Fachbereichen der h_da waren nach Darstellung der Hochschule in das Maschinenbau-Gebäude am Campus Darmstadt gekommen, um ihre Anteilnahme zu zeigen. Viele trugen sich in Kondolenzlisten ein und legten Blumen und Kerzen ab.

Abschlussurkunde den Eltern übergeben

Das Dekanat des Fachbereichs Maschinenbau und Kunststofftechnik sowie die Hochschulleitung würdigten ihre getötete Absolventin und deren Arbeit mit der Unterzeichnung der Abschlussurkunden. Diese übergab die Hochschulpräsidentin noch am selben Tag den Angehörigen der jungen Frau. Prof. Overbeck-Larisch sagte laut Mitteilung: „Unser Mitgefühl gilt in erster Linie den Hinterbliebenen der Verstorbenen. Wir wissen aber auch, dass es für die Angehörigen des Täters eine belastende Situation ist.

dpa

Quelle: op-online.de

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