Stullen statt Raketen

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Kühle Moderne trifft gemütliches Holz-Interieur. Beleuchtet wird die alte Werkshalle von einer Lampen-Armada.

Eingebettet in das Niddatal, inmitten Frankfurts nördlichem Grüngürtel, lag einst „Maurice Rose Airfield“. Der nach einem amerikanischen General benannte Flugplatz wurde Ende des Zweiten Weltkriegs von der US-Armee erbaut und diente seit den 70er Jahren als militärischer Übungsplatz der US-Hubschrauberstaffel. Von Birgit Sailer

Die Zeiten, in denen Tag und Nacht Helikopter über friedliche Landschaften hinweg donnerten, sind vorbei. Heute ist „Maurice Rose Airfield“ ein idyllischer Ort. Der „Alte Flugplatz“ gilt als Ausflugsziel für Radfahrer, Wanderer, Naturfreunde und Familien gleichermaßen – und bietet mit dem „Tower Café“ sogar Gaumenfreuden.

Etappenweise wird das 4,5 Hektar große Gelände seit 2003 umgestaltet und in ein wunderschönes Natur- und Freizeitareal verwandelt. Nach und nach erobert die Tier- und Pflanzenwelt den Flughafen zurück.

In einem naturnah angelegten Teich tummeln sich Fische aus der benachbarten Nidda, in der Feuchtwiese verstecken sich Stockenten, und am Himmel ziehen Turmfalken, Mäusebussarde und Grünspechte ihre Kreise. Mittendrin erstreckt sich die alte Landebahn, die in ihrer vollständigen Länge von 750 Metern erhalten geblieben ist und zum Inline-Skaten, Fahrrad fahren oder Ball spielen einlädt. Weitere Überbleibsel des Stützpunkts sind der Kontrollturm und die angrenzende Werkshalle, heute findet sich dort das „Tower Café“.

In knalligem Rot-Weiß bietet der alte Funkturm eine prächtige Kulisse, um sich einen Cappuccino auf der Terrasse des „Tower-Cafés“ zu genehmigen.

Wenn die frische Luft aus der Natur Hunger geweckt hat, erfüllt die Speisekarte verschiedenste kulinarische Ansprüche. Salate, Antipasti, belegte Stullen oder Suppen sind für den kleinen Hunger gedacht. Handkäs’, Grüne Soße oder Rippchen mit Kraut erfreuen die Liebhaber der Frankfurter Küche. Auch Frühaufsteher kommen auf ihre Kosten: Das Frühstücksangebot mit Kreationen wie „Kleines“, „Feines“, „Luxus“ oder „Bärenhunger“ sichert einen guten Start in den Tag. Dabei setzen die Inhaber auf Bio-Produkte aus der Region.

Tower Café:

Am Burghof 55
(Alter Flugplatz)

Frankfurt-Bonames

069 95 04 85 32

Die Einrichtung des „Tower Cafés“ ist schlicht, aber gemütlich. Eine ganze Lampen-Armada hängt vom Dachgebälk der ehemaligen Werkshalle herab und taucht den großen, mit Holzmöbeln ausgestatteten Raum in helles Licht. Die Wände sind mit Bildern aus vergangenen Zeiten geschmückt, Aquarien ziehen die Kinder an wie Magneten.

Im Sommer begeistert die stattliche Terrasse vor dem Café. Eltern genießen an den langen Holztischen in Ruhe den Ausblick und die entspannte Atmosphäre, während die Kleinen in Sichtweite herumtollen. Auch die Kultur kommt in der Werkhalle nicht zu kurz. Ausstellungen, Lesungen und Konzerte machen den Café-Besuch zum besonderen Erlebnis.

Nach solchem Labsal für Geist und Gaumen, lohnt ein Blick auf das Areal als Bildungsstätte. In direkter Nachbarschaft ist die Naturschule Hessen untergebracht, in der Kindern der Schutz von Pflanzen und Tieren nahe gebracht wird. Ausgehend von diesem „Grünen Klassenzimmer“ können Schüler den Schönheiten der Natur auf den Grund gehen. Darüber hinaus lädt das Umweltamt der Stadt dazu ein, den Frankfurter Grüngürtel zu erkunden.

Mehr Informationen gibt’s beim städtischen Umwelttelefon unter   069 / 21 23 91 00.

Feuerwehrmuseum

Auch das nahe gelegene Feuerwehrmuseum wartet auf Besucher. Dort werden Uniformen, Atemschutzgeräte und Löschfahrzeuge ausgestellt.

Ab dem 15. März ist es sonntags von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Quelle: op-online.de

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