In Kassel und Gießen

Stundenlange Massenschlägerei und sexuelle Übergriffe unter Flüchtlingen

Kassel/Gießen - Bei einer stundenlangen Massenschlägerei in einem Zeltlager für Flüchtlinge in Kassel-Calden sind mindestens neun Menschen leicht verletzt worden. In Gießen soll es zudem sexuelle Übergriffe auf Frauen und Kinder gegeben haben.

In dem Lager auf dem alten Flughafen in Kassel-Calden seien am Sonntagnachmittag mehrere Hundert Flüchtlinge aneinandergeraten, sagte ein Polizeisprecher in Kassel am Abend. Die Lage sei unübersichtlich. Viele Polizeikräfte seien vor Ort. Die Verletzten seien vorsorglich in Kliniken gebracht worden. In der Aufnahmeeinrichtung Kassel-Calden leben nach Angaben des Sprechers derzeit etwa 1500 Menschen.

Berichte über Missbrauch in Erstaufnahmeeinrichtung

In der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Flüchtlinge in Gießen soll es zudem sexuelle Übergriffe auf Frauen und Kinder gegeben haben. Das berichtet die Bild-Zeitung in ihrer Onlineausgabe. Demnach sollen seit Januar dieses Jahres 15 Frauen und Kinder missbraucht worden sein. In einer Stellungnahme sprach das Innenministerium am Sonntag von vier Delikten in Gießen. Tatverdächtig sei ein Asylbewerber. Landesweit liege die Zahl sexuell motivierter Delikte, „in denen Täter oder Opfer Asylbewerber waren, im untersten zweistelligen Bereich.“ Das Ministerium bezog sich dabei auf Informationen von Minister Peter Beuth (CDU) in einer öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Landtags. In der HEAE in Gießen leben mehrere Tausend Menschen.

Nach Krawallen Polizeischutz für Flüchtlingsunterkunft

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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