Polizei und Feuerwehren im Einsatz

Sturm über Hessen: Umgestürzte Bäume und umgeworfene Bauzäune

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Sturmtief "Dragi" ist hat Feuerwehr und Polizei in Hessen einen ungemütlichen Samstagabend und eine stürmische Nacht beschert.

Immer wieder mussten Feuerwehren am Samstagabend und in der Nacht wegen des Sturmtiefs "Dragi" ausrücken. In Frankfurt stürzte ein Baum auf ein Haus, im Main-Taunus-Kreis musste eine Landstraße voll gesperrt werden.

Wiesbaden/Frankfurt - Sturmtief "Dragi" ist hat Feuerwehr und Polizei in Hessen einen ungemütlichen Samstagabend und eine stürmische Nacht beschert. Die Polizeisprecher berichteten vielerorts von umgestürzten Bäumen, beschädigten Dächern oder umgeworfenen Bauzäunen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach wird es auch in den kommenden Tagen stürmisch bleiben, aktuell warnt der DWD für Sonntagnachmittag vor heftigen Sturmböen.

Im Main-Taunus-Kreis musste eine Landstraße wegen beschädigter Bäume gesperrt werden. Zwischen Eppstein-Ehlhalten und Idstein-Heftrich drohten die Bäume am Samstagabend auf die Fahrbahn zu stürzen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Noch am Sonntag waren Forstamt, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk damit beschäftigt, die Bäume beiseite zu räumen. "Das ist sehr umfangreich", sagte eine Polizeisprecherin. Deswegen könne man die Landstraße wahrscheinlich erst am Montag im Laufe des Tages für den Verkehr freigeben. Die Polizei richtete eine Umleitung ein.

Im Frankfurter Stadtteil Heddernheim stürzte am späten Samstagnachmittag eine 25 Meter hohe Fichte gegen ein Haus. Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt und der Schaden blieb gering. Wegen des starken Windes sei die Bergung des Baums aber sehr schwierig gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Erst nach mehreren Stunden konnten die Bewohner des Hauses in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch umgeworfene Bauzäune hätten die Frankfurter Rettungskräfte am Abend und in der Nacht immer wieder beschäftigt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Sturmtief fegt über Deutschland: Mindestens ein Toter

Im Raum Kassel waren in der Nacht zu Sonntag rund 50 Feuerwehrleute wegen beschädigter Dächer, umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste im Einsatz. Alleine im Stadtgebiet Kassel kam es nach Angaben von Feuerwehr und Polizei zu zehn Feuerwehreinsätzen. Im südlichen Teil des Landkreises mussten die Feuerwehrleute 17 Mal wegen Sturmschäden ausrücken.

"Hessen liegt voll im Sturmfeld", sagte Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Sonntag. Für Montag prognostizierte der Meteorologe ein kurzes "Winter-Intermezzo" mit Graupelschauern und Schnee auch in tieferen Lagen. Grundsätzlich bleibe es windig, stürmisch und wechselhaft mit Niederschlägen, so der DWD-Meteorologe.

Nicht nur in Hessen, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands hat der Sturm für unzählige Schäden gesorgt. (dpa)

Quelle: op-online.de

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