Sturmtief „Ruzica“

Frankfurter Flughafen: Verspätungen und Ausfälle erwartet

Frankfurt - Sturmtief „Ruzica“ hat zwar vielen Karnevalisten den Rosenmontag vermiest, sonst aber bislang kaum für Behinderungen gesorgt. Am Flughafen lief der Betrieb fast normal. Für den Abend wurden dort aber vermehrt Verspätungen erwartet.

Das Sturmtief "Ruzica" hat am Montag in Hessen zunächst kaum für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Am Flughafen Frankfurt lief der Betrieb bis zum späten Nachmittag nahezu normal. Am Abend könne es aber vermehrt zu Verspätungen und sogar Flugausfällen kommen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Grund dafür sei, dass sich die Zeitpläne an mehreren Flughäfen Europas wegen des Wetters in den vergangenen Stunden verschoben haben. Tagsüber war es in Frankfurt bei rund 1200 Flügen zu nur einer sturmbedingten Umleitung gekommen. Die hessischen Polizeipräsidien berichteten von umgefallenen Bäumen und weggewehten Kommunalwahlplakaten. Unfälle waren bis zum frühen Abend aber selten. Auf der Autobahn 5 nahe Alsfeld war am Vormittag ein Lastwagen von einer Windböe erfasst und in die Leitplanke gedrückt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Unfall niemand verletzt.

Wegen zweier umgestürzter Bäume wurde die Hauptverkehrsstraße nach Eberstadt bei Darmstadt am Vormittag für gut zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Die Bäume waren auf die Oberleitung der Straßenbahn gefallen, die Heidelberger Straße war wegen der Aufräumarbeiten bis zum Mittag unpassierbar. Die Bahnen wurden mit Bussen ersetzt, die die Stelle umfuhren. In Frankfurt blieben wegen des Sturms alle städtischen Friedhöfe geschlossen. Die Stadt hatte heftige Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometern erwartet und die Bürger auch in Parks, in Wäldern und unter Straßenbäumen vor herabfallenden Ästen gewarnt. In Hanau öffnete der Wildpark "Alte Fasanerie" am Montag nicht. Das teilte das Forstamt mit und begründete die Entscheidung mit den vielen Bäumen in dem Park. Ob die Fasanerie auch am Dienstag geschlossen bleiben muss, soll je nach Wetterlage entschieden werden. Der Deutsche Wetterdienst sagt auch für Dienstag stürmische Böen vorher, vor allem am Nachmittag.

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dpa

Quelle: op-online.de

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