Legendäres Bordell wird 2014 abgerissen

Galgenfrist für das Sudfass

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Das Sudfass an der Flößerbrücke in Frankfurt.

Frankfurt - Die Tage von Frankfurts bekanntestem Bordell sind gezählt: Das Sudfass an der Flößerbrücke - es hat sich seit seiner Eröffnung im Jahre 1981 zu einer Institution entwickelt - soll in etwa einem Jahr abgerissen werden.

An seiner Stelle entsteht das Wohnquartier „Oskar“ mit Wohnungen und einem Boarding-Haus. Käufer ist das Immobilienunternehmen Quissenz. Der Kaufpreis für das Haus soll bei elf Millionen Euro liegen. Die 8500 Quadratmeter geplante Bruttogeschossfläche zwischen Oskar-von-Miller-Straße und dem Mainufer reicht für etwa 100 Wohnungen. Damit schreitet die von der Stadt gewünschte Aufwertung des Ostends im Umfeld der neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank fort.

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Der Verwalter des Sudfass, Fred Siegismund begründet den Verkauf - der von Eigentümer Dieter Engel bereits seit Jahren ohne Erfolg vorangetrieben wurde - mit der Tatsache, dass beide, Siegismund ist 69, Engel 75 Jahre alt, die Sache jetzt beenden wollten. Vor dreieinhalb Jahren hatte das Bauunternehmen Hochtief zuschlagen und 12,5 Millionen Euro zahlen wollen. Der Kaufvertrag platzte wegen der Finanzkrise. Auch gab es Pläne, das Museum der Weltkulturen hier anzusiedeln. Allerdings war der geforderte Preis zu hoch. Nun will die Stadt für den exponierten Blickfang am östlichen Innenstadtrand einen Architektenwettbewerb veranstalten.

Vor Jahren kursierte bereits ein von den Sudfass-Machern entwickelter Entwurf, der die architektonische Aufwertung der Ecke einleiten sollte: Siegismund und Engel setzten auf das Konzept „Puff 3000“, ein gigantischer Fisch sollte das neue Gebäude krönen. Die Stadt Frankfurt zog allerdings nicht mit.

„Rotlicht im Kopf“ - das Sudfass

mic

Quelle: op-online.de

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