"Je suis Charlie" an der Hauptwache

Mahnwache im Regen

Frankfurt - Der strömende Regen gestern konnte sie nicht abhalten: Mehrere hundert Menschen haben gestern Abend in Frankfurt der Opfer des Anschlags auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" gedacht.

Mehrere hundert Menschen haben gestern Abend in Frankfurt der Opfer des Anschlags auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" gedacht. Mit Regenschirmen versammelten sie sich an einem großen Transparent mit der Aufschrift "Je suis Charlie". Viele trugen Kerzen oder Teelichter. "Ich bin Charlie" war auch das Motto einer Demonstration, zu der sich Pariser Bürger am Mittwoch wenige Stunden nach dem Terroranschlag versammeln hatten.

Satire und Meinungsfreiheit wahren

Zu dem Gedenken aufgerufen hatten die Frankfurter Grünen. Es kamen auch die hessische Linken-Fraktionsvorsitzende Janine Wissler und die Schriftstellerin Eva Demski. Die Polizei sprach von etwa 400 Teilnehmern. "Wir wollen zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und Satire und Meinungsfreiheit zu unserer Kultur gehören", teilte der Frankfurter Kreisverband der Grünen mit. "In Frankfurt als weltoffener und toleranter Stadt haben Rassismus und politisch-religiöser Fanatismus keinen Platz", heißt es in einer Erklärung der Grünen.

Bei dem Anschlag auf das religionskritische Magazin "Charlie Hebdo" wurden in Paris am Mittwoch mindestens zwölf Menschen getötet und mehrere schwer verletzt. In Marburg ist für den Freitagabend eine Mahnwache geplant. Der Verein "Islamische Gemeinde Marburg" habe dazu angeregt, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Alle Bürger seien aufgerufen, mit einer Kerze auf dem Marktplatz ihre Solidarität zu bekunden.

"Je suis Charlie": Mahnwache für Opfer

"Je suis Charlie": Mahnwache für Opfer

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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