Tanzen für Oskars Leben

+
Oskar wird ohne eine Operation sterben

Frankfurt - Ohne eine Operation wird die französische Bulldogge Oskar nicht überleben. Doch dem Frauchen Stephanie Kobel aus Frankfurt fehlt das Geld. Deshalb lässt sie die Frankfurter für Oskar tanzen. Von Angelika Pöppel

„Auf dem Weg zur Tierklinik hat Oskar einmal aufgehört zu atmen“, erinnert sich Stephanie Kobel aus Frankfurt. „Das war der schlimmste Moment für mich.“ Die französische Bulldogge bekommt wegen einer Verengung zu wenig Luft durch die Nase. „Er hechelt so stark, dass auch sein Herz belastet wird“, sagt Kobel. Ohne eine Operation muss er sterben.

Stephanie Kobel

Lange haben sie und ihr Freund überlegt, welche Hunderasse zu ihnen passt. Sie haben sich für eine französische Bulldogge entschieden, weil die sehr verschmust und nicht ganz so aktiv ist. Oskar hat sich gut bei den Frankfurtern eingelebt, doch dann kam die schockierende Diagnose: Der Tierarzt stellte fest, dass Oskars Nasenlöcher zu eng sind. Und das ist ein Zuchtfehler. „Wir haben so lange nach einem seriösen Züchter gesucht, und dann sind wir doch auf einen Schwindler reingefallen“, sagt das Frauchen. Für stolze 1000 Euro bekam sie vor zwei Jahren Oskar mit EU-Impfausweis und deutschen Papieren. Daraus hat sie gelernt: „Papiere allein reichen nicht aus.“

Eine Charity-Party soll das nötige Geld einbringen

Jetzt muss die Kellnerin 2000 Euro für eine lebensrettende Laser-Operation zusammenkriegen. Schon am 21. Februar muss Oskar auf den OP-Tisch.

Die Not macht erfinderisch, deshalb kam Kobel auf die Idee, Spenden zu sammeln: Mit Flyern und Plakaten macht sie auf das traurige Schicksal ihres Hundes aufmerksam. Im sozialen Netzwerk Facebook richtete sie für Oskar sogar eine eigene Seite ein. Dadurch hat sie bereits 300 Euro eingenommen. Das reicht nicht. Deshalb plante sie eine Charity-Party für die zweijährige Dogge. Der Frankfurter Club Elfer sagte sofort zu. „Mit der Party können wir nichts verlieren, weil uns alles gestellt wird“, freut sich Frauchen. Am Freitag, 17. Februar, wird auf zwei Floors Elektro und Alternative gespielt – die Einnahmen durch den Eintrittspreis von zehn Euro fließen komplett in den Spendentopf. Angekündigt haben sich Frankfurter Künstler wie Rapper Simon Reverb, Tanzhaus-Resident Bo Irion, und Parkcafé-Altmeister D'George.. „Jeder Cent, der zu viel gespendet werden sollte, gebe ich direkt an eine Tierschutzorganisation weiter“, verspricht Kobel.

Wer es nicht zur Party im Elfer (Maybachstraße 24) schafft, kann auch die Spendendose in der Bar „Trinkhalle“ (Obermainanlage 24) füttern.

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare