Tanzverbot wegen Volkstrauertag

Wiesbaden verbietet Rock-Konzerte

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Wiesbaden - Fans der schwedischen Band Royal Republic müssen umplanen: Die Stadt verbietet das für Sonntag angesetzte Konzert im Wiesbadener Schlachthof. Auch wenn es bei Rockmusik weniger ums tanzen geht, heißt es diesen und nächsten Sonntag: Tanzverbot für alle.

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Mit Verweis auf das Hessische Feiertagsgesetz hat die Stadt Wiesbaden für diesen (Volkstrauertag) und den kommenden Sonntag (Totensonntag) zwei geplante Rock-Konzerte im Schlachthof verboten. Das Tanzverbot also nicht nur an Ostern: Es gebe „zunehmend Beschwerden aus der Bevölkerung“, begründete Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) die Entscheidung am Freitag. Er verwies auf das Hessische Feiertagsgesetz, das an Karfreitag, am Volkstrauertag und am Totensonntag Tanzveranstaltungen untersagt. 

Auf der Homepage des Schlachthofs in Wiesbaden heißt es, aufgrund des Hessischen Feiertaggesetzes müssen die Partys an  beiden Feiertagen  um 03.59 Uhr beendet sein. Bei Missachtung drohe ein Polizeieinsatz.  „Wundert Euch also nicht, wenn wir konsequent Musik ausschalten, Licht anmachen und den Getränkeverkauf einstellen“, so der offizielle Wortlaut auf der Internetseite des Veranstalters. Das für Sonntag geplante Konzert der Band Royal Republic im Schlachthof wird um einen Tag verschoben und findet nun am Montag statt. Auch das für Sonntag, 24. November, geplante Konzert der Band Naamwurde verboten. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

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In Hessen hatte es in den vergangenen Jahren mehrfach Aktionen gegen das Tanzverbot an Karfreitag gegeben. 2012 hatten Tanz-Demos für Aufsehen gesorgt. Mehrere von den Piraten sowie der Grünen Jugend Hessen angedachte Aktionen scheiterten erst an den Behörden und dann an den Gerichten. Der Streit landete sogar bei den Bundesverfassungsrichtern in Karlsruhe - die entsprechenden Anträge wurden aber abgelehnt.

dpa/ron

Quelle: op-online.de

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