„Neue Ideen gegen den Fluglärm“

Wiesbaden - Bei den Bemühungen um weniger Lärm am Frankfurter Flughafen setzt Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf eigene Vorschläge. „Wir müssen selbst Vorstellungen entwickeln“, sagte der Grünen-Politiker in einem Interview.

Es habe keinen Sinn, die Beteiligten der „Allianz für Lärmschutz“ erneut zusammenzurufen. Dazu hatte CDU-Regierungschef Volker Bouffier vor zwei Jahren eingeladen, als er noch mit der FDP regierte. Schwarz-Grün will durch die wechselnde Nutzung von Start- und Landebahnen regelmäßige nächtliche Lärmpausen von sieben Stunden ermöglichen. Das derzeitige Nachtflugverbot gilt für sechs Stunden zwischen 23 und fünf Uhr.

Alle Artikel zum Thema Fluglärm im Stadtgespräch

Dazu erläuterte der Verkehrsminister: „Bei den Vorschlägen der Allianz zur abwechselnden Nutzung von Bahnen ging es vor allem um Starts am Morgen. Bei den Lärmpausen, die wir wollen, geht es beispielsweise auch um die Landungen nach fünf Uhr. Wir müssen selbst Vorstellungen entwickeln und darauf eine Diskussion aufbauen, die breiter ist als bisher, und die Bürgerinitiativen und Kommunen mit einbeziehen.“

Al-Wazir kündigte an, mit allen Betroffenen reden zu wollen. Er werde in den nächsten Wochen viel Kommunikationsarbeit leisten müssen, sagte der aus Offenbach stammende Minister. Er glaube aber, dass es für die schwarz-grüne Regierung durchaus Chancen gebe, einen neuen Ausgleich zwischen Flughafen und Region zu erreichen.

(dpa)

Tarek Al-Wazir im Interview vor der Landtagswahl

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare