Kunst am Körper

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Viele Besucher liesen sich am Wochenende von Tätowierern aus aller Welt mit unzähligen Motiven schmücken.

Frankfurt - Von allen Seiten hört man das Summen der Tätowiermaschinen, Menschen haben sich zu dutzenden auf Liegen niedergelassen und Piercingsschmuck blitzt auf. Am Wochenende fand auf dem Messegebiet Frankfurt die internationale Tattoo Convention statt. Von Jan Schmitt

Bereits zum 17. Mal trafen sich Fans der Tattoo- und Piercingszene und tauschten sich aus, viele liesen sich sogar eine neue 'Verschönerung' stechen. Nicht umsonst waren schließlich über 350 Tätowierer aus 20 Nationen angereist und boten ihre Künste feil.

Klaus K. (Name geändert) ist im normalen Leben Diplom Ingenieur im Bereich Kraftfahrzeugentwicklung.

Einer der wohl seltsamsten Tattoo-Begeisterten ist Klaus K. (Name geändert), im normalen Leben Diplom-Ingenieur im Bereich Kraftfahrzeugentwicklung und Anzugträger. Hier flanierte er in Lackkleidung mit Piercing in der Nase, Stachelhalsband und am ganzen Körper tätowiert durch die Gänge. 4000 Euro hätte er bisher für seine Leidenschaft hingelegt, ein Ende wäre noch nicht in Sicht, "man arbeite sich von den Waden monatlich empor" sagte er.

Eine Bodypaintvorführung lockte zahlreiche Besucher an.

Eine Frau an seiner Seite hat er momentan nicht, seine letzte Freundin verlies ihn, als Ihr seine Tattoos zu viele wurden. Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung war 'Thailand' und so waren auch einige Künstler aus der asiatischen Region in Frankfurt vertreten.

Doch während sich unzählige Convention-Besucher verzieren liesen, lockten in einem eigens dafür erbauten Kampfring Vorführungen des 'Muay-Thai' Kampfsports. Auch Bodypainting sowie, in den späteren Stunden, eine Bondage- und Erotikshow erfreuten die Besucher. Samstag und Sonntag traten zudem die Drumming Dragons, eine japanische Trommelgruppe, auf.

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Als besonderer Gast zeigte sich Isobel Varley, die Meist-tätowierte Frau der Welt. Wer nicht kam um sich tätowieren oder piercen zu lassen, konnte sich immerhin an zahlreichen Ständen mit neuem Körperschmuck, T-Shirts, Taschen, Anhängern und Kuriositäten eindecken.

Quelle: op-online.de

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