Stadttauben in Frankfurt

Symbol für Frieden und 120 Tonnen Kot

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Tauben kreisen um die Frankfurter Paulskriche.

Frankfurt - Die einen füttern sie, die anderen wollen sie am liebsten vergiften. Beim Thema Stadttauben in Frankfurt hat jeder eine Meinung.

Nicht zu bestreiten ist, dass die Überpopulation der Tiere für Hauseigentümer, Anwohner, Stadtverwaltungen, ja, sogar für die Tierschützer selbst zu einem Problem geworden ist.

In Frankfurt gibt es 40.000 Tauben. Jedes Jahr produzieren sie 120 Tonnen Kot. Um die Schäden und Verunreinigungen zu begrenzen, gilt in der Stadt seit 1970 ein Fütterungsverbot.

Bussarde lösen das Problem nicht

Im Jahr 2004 hat die Stabsstelle Sauberes Frankfurt versucht, das Problem mit Wüstenbussarden zu lösen. Wichtig war, dass die Bussarde die Tauben nicht töten, sondern von zentralen Plätzen vertreiben sollten. Letztendlich zielte man auf eine Verdrängung in andere Stadtbereiche ab.
Die Wirkung der kostspieligen Aktion blieb kurzfristig. Mittlerweile geht die Stadt in Kooperation mit dem Frankfurter Stadttaubenprojekt einen anderen Weg. Sie richtet Taubenhäuser ein.
Dabei handelt es sich um Vogelhäuser, wo die Tiere durch regelmäßiges Füttern angelockt werden. Legen sie Eier, werden die gegen Gipsattrappen vertauscht, was den Bestand mittelfristig dezimiert.

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Quelle: op-online.de

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