Tausende Jobs für Manager von Gebäuden

Frankfurt - Die Facility-Management-Branche in Deutschland profitiert von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Firmen würden sich zunehmend auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, sagte Bernd Romanski, Geschäftsführer von Hochtief Facility Management, gestern in Frankfurt. Von Marc Kuhn

Diese Entwicklung führe dazu, dass „Sekundärprozesse“ ausgelagert würden. Bis zum Jahr 2011 würde die Branche, die sich um die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen kümmert, etwa 10 000 Arbeitsplätze schaffen, sagte Romanski zur Eröffnung der Fachmesse „Facility Management 2009“ voraus. Eine „zweite Welle der Auslagerungen“ komme zurzeit in Gang.

107 Aussteller sowie 28 Firmen und Verlage zeigen auf dem Frankfurter Messegelände bis morgen ihr Know-how. Johann Thoma, Geschäftsführer der Mesago Messe Frankfurt, einem Veranstalter für Spezialschauen, zeigte sich mit der Zahl „sehr, sehr zufrieden.“

Der Markt für Facility Management (FM) wird nach Ansicht des Branchenverbandes GEFMA auf ein Volumen von etwa 55 Milliarden Euro geschätzt - und er „wächst seit Jahren kontinuierlich“. Allein die Top-25-Unternehmen hätten 2007 im Jahresdurchschnitt mehr als 240 000 Mitarbeiter hierzulande beschäftigt, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr, „Tendenz steigend“, erklärte die GEFMA. Nach einer Analyse von Marktforschern habe sich FM als Jobmotor etabliert. Deshalb würden die Unternehmen kräftig in Aus- und Weiterbildung investieren.

Die Nachwuchsförderung sei auch ein Schwerpunkt der Messe, berichtete Thoma. Junge Menschen mit gewerblicher Ausbildung und qualifizierte Studienabgänger würden gesucht, erklärte Romanski. Die Ansprüche seien sehr vielfältig. Die Firmen würden zum Beispiel auch Betriebswirte einstellen, erläuterte Otto-Kajetan Weixler, Vorstandsvorsitzender der GEFMA. Gesucht würden „Menschen mit Ideenreichtum“.

Nicht zuletzt um das Ansehen der Branche zu verbessern hätten sich zwölf führende FM-Unternehmen in der Initiative „Die Möglichmacher“ zusammengeschlossen, erläuterte Romanski. „Vom Hausmeister-Krause-Image sind wir deutlich entfernt“, betonte er. Dienstleistung sei etwas Hochwertiges, fügte Weixler hinzu.

Quelle: op-online.de

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