Taxifahrer wegen versuchten Mordes an Ex-Geliebter vor Gericht

Frankfurt - Ein Taxifahrer sticht auf seine Ex-Geliebte ein. Heute beginnt der Prozess gegen den 45 Jahre alten Taxifahrer. Wegen versuchten Mordes.

Das blutige Ende einer Partnerschaft steht seit Donnerstag im Mittelpunkt eines Prozesses gegen einen 45 Jahre alten Taxifahrer. Vor dem Landgericht Frankfurt geht es dabei um versuchten Mord an dessen 20 Jahre jüngeren Ex-Geliebten, die sich von ihm getrennt hatte.

Der Anklage zufolge hatte er ihr zunächst längere Zeit nachgestellt („Stalking“). Im April dieses Jahres passte er die Studentin laut Anklage schließlich in einer U-Bahn-Station in Frankfurt-Bockenheim ab und verletzte sie mit sechs Messerstichen erheblich. Am ersten Verhandlungstag legte der Mann ein Geständnis ab, sagte aber, sich infolge eines Filmrisses sich nicht mehr an die eigentliche Tat erinnern zu können.

Im Internet-Chat kennengelernt

Die Schwurgerichtskammer sah sich eine Videoaufzeichnung einer Überwachungskamera an, die die Tat zeigt. Die angehende Biologie- und Mathematiklehrerin schilderte anschließend im Zeugenstand, wie sie den aus der gleichen Gegend in der Türkei stammenden Taxifahrer über einen Internet-Chat kennengelernt hatte.

Bald nach den ersten Treffen habe sich bei ihm große Eifersucht entfaltet. „Wenn ich mich mit meinen Freundinnen traf, rief er alle paar Minuten an“, schilderte sie. Offenbar lag er auch ständig vor der Universitätsbibliothek auf der Lauer.

Am Tattag verfolgte er sein Opfer zunächst auf der Rolltreppe, ehe er der jungen Frau mit dem Messer wahllos in den Oberkörper stach. Einer der sechs Stiche war lebensgefährlich. Nur durch das Eingreifen eines Passanten konnten weitere Verletzungen verhindert werden. Die Schwurgerichtskammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage vorgesehen.  

dpa

Quelle: op-online.de

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