Ex-Geliebte niedergestochen - neun Jahre Haft für Taxifahrer

Frankfurt - Weil er aus Eifersucht seine frühere Geliebte an einer Frankfurter U-Bahn-Station niedergestochen hat, muss ein 45-jähriger Taxifahrer neun Jahre hinter Gitter.

Das Landgericht Frankfurt ging in seinem heutigen Urteil von versuchtem Totschlag aus und blieb drei Jahre unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte hatte der 16 Jahre jüngeren Studentin, mit der er kurzzeitig eine Liebesbeziehung hatte, im April dieses Jahres nahe des Universitätscampus in Frankfurt-Bockenheim an einer Rolltreppe aufgelauert. Das Opfer wurde durch sieben Stiche schwer verletzt. Eine Videokamera hatte den Vorfall komplett dokumentiert.

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Taxifahrer wegen versuchten Mordes vor Gericht

„Es war nur eine Frage von Millimetern, dass die Frau diesen Angriff überlebte“, sagte der Vorsitzende Richter Klaus Drescher in der Urteilsbegründung. Ein Passant hatte beherzt eingegriffen und weitere Stiche verhindert. Einen heimtückischen Mordversuch verneinte das Gericht. Das Opfer sei nicht arglos gewesen, da der Angeklagte gegenüber der Studentin bereits früher gewalttätig vorgegangen sei. Einmal sei sogar eine Pistole im Spiel gewesen. Anzeichen für eine eingeschränkte Schuldfähigkeit sah die Schwurgerichtskammer aber nicht. Der Angeklagte hatte in seiner Einlassung von einem „Filmriss“ gesprochen. Dieser Argumentation folgten psychiatrische Sachverständigen jedoch nicht.

dpa

Quelle: op-online.de

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