Flughafen-Herzstück wird 40 Jahre alt

Das Terminal 1: geschniegeltes Arbeitspferd

Frankfurt - Das Herzstück des Frankfurter Flughafens ist für 240 Millionen Euro runderneuert worden. Seit 2004 sei am Flugsteig B im zentralen Terminal 1 gebaut worden, sagte Peter Schmitz vom Vorstand des Flughafenbetreibers Fraport am Donnerstag.

„Alles bei laufendem Betrieb, denn das Terminal 1 ist unser Arbeitspferd“. Nun ist alles fertig, Passagiere müssen nicht mehr an Bauzäunen vorbei, wenn sie zum Flugzeug gehen oder gerade angekommen sind.

Rundgang durch das Terminal 1

Das Terminal 1 ist für 240 Millionen Euro erneuert worden. Wir haben uns das „Herzstück" des Frankfurter Flughafens bei einem Rundgang angeschaut.

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Nach EU-Vorgaben sind nun ankommende und abfliegende Passagiere getrennt. Das Gebäude sei komplett entkernt und energetisch erneuert, mit Wärmeschutzverglasung und Wasserkühldecken ausgestattet worden, sagte Felix Birkner, Programmleiter für die Bauarbeiten. Außerdem wurden Gebäudeteile aufgestockt und mehr Platz für Geschäfte geschaffen. Die Passagiere haben jetzt fast überall einen Blick durch große Fenster auf das Vorfeld. Die Sanierung bei laufendem Betrieb sei wie „ein Reifenwechsel bei voller Fahrt“ gewesen, sagte Birkner. Zu den Besonderheiten der Baustelle zählten die Sicherheitsbereiche. Wie Birkner weiter sagte, habe Fraport bewusst auf einen Generalunternehmer für die Baumaßnahmen verzichtet. So hätten fast 80 Prozent des Investitionsvolumens an regionale Anbieter vergeben werden können.

Vor 40 Jahren, am 14. März 1972, war das Terminal 1 eröffnet worden. Der Flughafen zählte knapp zehn Millionen Passagiere im Jahr. Damals sei die Rede von „Gigantonomie“ gewesen, erinnerte Peter Schmitz. Heute hat allein der Flugsteig B, an dem vor allem internationale Linienflüge und auch Großraumflugzeuge abgefertigt werden, fast 20 Millionen Fluggäste im Jahr, so viele wie am Flughafen Düsseldorf. Zusammen mit dem 1990 gebauten Terminal 2 hatte Deutschlands größter Airport im vergangenen Jahr 56 Millionen Passagiere. Von Anfang an sei das Terminal als Knotenpunkt für verschiedene Verkehrsträger konzipiert worden, sagte Schmitz. Direkt an Autobahnen gelegen, erhielt der Flughafen auch den Schienenanschluss mit dem unterirdischen Bahnhof - heute als Regionalbahnhof bekannt. Später kam der Fernbahnhof dazu.

dpa

Quelle: op-online.de

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