Terrorverdächtiger setzt sich nach Pakistan ab

Frankfurt - Ein mutmaßlicher Islamist, der wegen Terrorverdachts unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden stand, soll sich nach Pakistan abgesetzt haben. Laut „Bild“-Zeitung befindet sich der 24 Jahre alte Mann dort nun in einem Terrorcamp.

Der Student stehe unter Verdacht, einen Bombenanschlag in der Frankfurter Innenstadt vorbereitet zu haben. Wie „Bild“ berichtet, hatte sich der Deutsch-Afghane in der Wohnung eines Freundes in Frankfurt-Höchst schwer verletzt. Beim Hantieren mit Chemikalien für den Bombenbau habe er eine Verpuffung ausgelöst. Der Mann sei wochenlang mit schweren Brandverletzungen in einem Krankenhaus in Offenbach behandelt worden.

Die Polizei fand nach Angaben des Blattes einen USB-Stick mit detaillierten Anleitungen des Terrornetzwerks Al-Kaida zum Bombenbau. Auch das Staatsschutz-Kommissariat der Polizei habe den 24-Jährigen verhört. Als der Mann aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sei aber trotz Terrorverdachts kein Haftbefehl und auch keine Observation veranlasst worden. „Die Voraussetzungen für einen Haftbefehlsantrag wurden nicht gesehen“, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen dem Blatt.

dpa

Quelle: op-online.de

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