Der Lärm wird neu verteilt

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Testlauf für neue Flugrouten Richtung Flughafen Frankfurt

Offenbach (ad.) - Es ist soweit: Ab heute startet mit mehrmonatiger Verspätung der Probebtrieb für neue An- und Abflugverfahren am Frankfurter Flughafen.

Im Vorfeld gab es für die Maßnahmen aus dem Paket „Aktiver Schallschutz“ des Forums Flughafen und Region schon jede Menge Ärger. Während in Offenbach und Hanau viele auf ein wenig Entlastung hoffen, wird es für die Menschen etwa in Heusenstamm, Rodgau oder Obertshausen wohl mehr Lärm geben.

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Getestet werden insgesamt drei Verfahren: Von heute an sind dies die „Vertikale Optimierung der Abflugrouten“ und die gezielte Nutzung bestimmter Bahnen und Abflugrouten (Dedicated Runway Operations, kurz DROps genannt). Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung hat diese Verfahren Ende Dezember genehmigt. Für das Segmentierte Anflugverfahren, bei dem zu verkehrsarmen Zeiten, also überwiegend nachts, bevölkerungsstarke Gebiete wie Hanau und Offenbach im Anflug umflogen werden sollen, gibt es noch kein grünes Licht. Dies wird aber in den nächsten Wochen erwartet, Experten rechnen hier mit einem Start Ende Januar. Bei dem Testbetrieb wird geprüft, ob die Verfahren praktikabel sind und wie sich die Lärmbelästigung entwickelt.

Bei DROps werden in festgelegten Nächten nur bestimmte Bahnen benutzt; so sollen Bürger in einigen Orten abwechselnd geschont oder mehr belastet werden. Die „Vertikale Optimierung der Abflugrouten“ kann nach Angaben der Deutschen Flugsicherung in Langen eigentlich immer angewandt werden: Flugzeuge überschreiten beim Abflug eine bestimmte Geschwindigkeit nicht und nutzen die überschüssige Energie stattdessen, um schnell an Höhe zu gewinnen.

Quelle: op-online.de

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